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Drei Fragen an Museumsleiter Gerhard Finckh

Drei Fragen an Museumsleiter Gerhard Finckh

Das Von der Heydt-Museum hat bei Kritikern gepunktet: Für die jährliche Umfrage in der NRW-Ausgabe der „Welt am Sonntag“ waren zehn Kunstkritiker um ihre Meinung gebeten worden. Das Ergebnis: Das Wuppertaler Von der Heydt-Museum ist mit seiner Alfred-Sisley-Ausstellung auf dem zweiten Platz gelandet.

Direktor Gerhard Finckh (Foto: Archiv) darf sich also freuen — das Urteil der Fachpresse ist eine Auszeichnung für den Kunsttempel.

Herr Finckh, das Kölner Museum Schnütgen hat mit „Glanz und Größe des Mittelalters“ nach Meinung von Kritikern in diesem Jahr die beste Ausstellung in NRW präsentiert. Den zweiten Platz teilen sich „Die andere Seite des Mondes“ in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf und Ihre Sisley-Schau. Wie beurteilen Sie selbst die Position des Von der Heydt-Museums, wo steht es mit Blick auf die Konkurrenz in NRW?

Gerhard Finckh: Es ist in den vergangenen fünf Jahren eines der führenden Ausstellungsinstitute des Landes geworden. Das zeigt sich unter anderem darin, dass sowohl unsere Monet-Ausstellung wie auch unsere Bonnard-Schau jeweils zur „Ausstellung des Jahres“ gewählt wurden. Der große finanzielle Einsatz von Mäzenen und Sponsoren sowie das enorme Engagement des kleinen Mitarbeiterteams haben sich also ausgezahlt. Das Museum wird jetzt nicht nur in NRW, sondern auch weit darüber hinaus als ein Ort wahrgenommen, an dem es permanent Spitzenkunst zu sehen gibt. Wir wollen versuchen, auf diesem Niveau in den kommenden Jahren weiterzuarbeiten.

Die Meinung von Kritikern ist sicherlich ein schönes Lob. Gleichzeitig zählen natürlich vor allem auch die Besucherzahlen. Wie viele Gäste hat die Sonderschau bisher angelockt?

Finckh: Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen — von rund 100 000 noch im Jahr 2004 auf 217 682 im Jahr 2009 und sogar auf 246 265 im Jahr 2010. In unserer aktuellen Sisley-Schau werden wir wohl noch vor Weihnachten den 70 000. Besucher begrüßen können.

An welchen neuen Ausstellungen arbeiten Sie gerade?

Finckh: Zunächst an „Cornelius Völker“, einer Ausstellung, die am 26. Februar in der Von der Heydt-Kunsthalle Barmen eröffnet wird, dann an der großen Ausstellung „Der Sturm — Zentrum der Avantgarde“, die wir unmittelbar nach Sisley präsentieren wollen, und an unserer Ausstellung zu Peter Paul Rubens, die wir im Herbst 2012 zeigen, aber auch an vielem anderen, was schon weit in das Programm der kommenden Jahre hineinreicht.