Klangart: Drei Fragen an Maik Ollhoff

Klangart : Drei Fragen an Maik Ollhoff

Maik Ollhoff ist neuer künstlerischer Leiter der Konzertreihe Klangart im Skulpturenpark und damit Nachfolger von Dieter Fränzel. Der 34-Jährige stammt aus Gevelsberg und ist vor zehn Jahren nach Wuppertal gezogen, weil er die experimentelle Musikszene so spannend fand.

Ollhoff ist seit seinem 18. Lebensjahr Veranstalter, hat Jazz-Schlagzeug und Kulturmanagement studiert. Er gehört auch zu den Betreibern des Loch (vormals Sommerloch) an der Bergstraße.

Herr Ollhoff, Sie sind fast 50 Jahre jünger als der bisherige künstlerische Leiter Dieter Fränzel. Wird die Klang-art nun experimenteller?

Maik Ollhoff: Wir möchten nach Möglichkeit keinen Mainstream und Schubidubi-Jazz, sondern schon alternative und experimentelle Konzerte. Das war und ist aber auch Dieter Fränzel wichtig. Experimentell ist auch gar nicht abschreckend gemeint. Wir wollen nur frische Musik vorstellen und keine Musiker, bei denen jeder sagt: Die kenne ich, da weiß ich genau, was die abliefern.

Wissen Sie denn vorher genau, was die Künstler spielen?

Ollhoff: Wir hören uns zwar jeden Musiker möglichst vorher live an, aber das kann man gerade für die Konzerte im Skulpturenpark nicht genau sagen. Viele Musiker lassen sich von dieser besonderen Atmosphäre spontan in ihrer Musik anregen. Ich bin oft gespannt, was bei einem Auftritt passiert — ob etwa Matthias Schriefl im August sein Alphorn auf dem Hügel auspackt.

Welche Rückmeldungen bekommen Sie von den Musikern?

Ollhoff: Der Park, die Skulpturen und die Villa Waldfrieden, wo sie ihren Backstage-Bereich haben, sind natürlich ganz anders als bei einem Festival, wo die Band vorher in einem Container hockt und nach dem Auftritt sofort verschwindet. Viele sind richtig gern hier, können mal runterkommen.

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