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Diskussionsrunde: Gesprächskreis übers Tanztheater

Diskussionsrunde: Gesprächskreis übers Tanztheater

Tanz-Fans debattieren über Bausch-Inszenierungen.

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p class="text">Wuppertal. Freunde des Tanztheaters haben immer etwas zu erzählen. Aber nicht nur in den Warteschlangen vor den Kassen schwebt leises Stimmengewirr über den Köpfen. Auf Initiative von Franz Adalbert Grunwald, eines ausgemachten Fans der Bausch-Compagnie, gibt es ein so genanntes Tanztheatertreffen. "Die Idee ist, in angenehmer Atmosphäre über das Arbeiten und die Stücke von Pina Bausch zu berichten", erklärt der 69-jährige Wuppertaler, den Freunde stets "F.A." nennen. Sinn und Zweck ist der Austausch über das Tanztheater. In unregelmäßigen Abständen gesellt man sich in der Souterrain-Cafeteria der Caritas zueinander. Grunwald selbst kennt Wuppertals Grande Dame des Tanzes bereits aus ihren Anfängen im Tal. "Ich war früher schon von den Proben in der ‚Lichtburg’ fasziniert", erinnert er sich. "Schon damals begeisterte mich, wie Pina Bausch mit ihrer Truppe umging, wie sie inszenierte - einfach alles." Über Bühnenkunst lässt sich oft trefflich streiten, noch dazu über eine so flüchtige wie den Tanz. Zumal, weil sich diese Gattung immer weniger einzäunen lassen will, sowohl räumlich als auch bei der Frage, welche Art von Performance, Installation, Körpererforschung noch dem Tanz zuzurechnen ist und was nicht mehr. Die sich in unregelmäßigen Abständen treffende Gesprächsrunde will über genau diese Punkte sprechen. "Es gibt ja viele, die modernen Tanz kritisch sehen." Diese Kritiker sind Grunwald ebenso willkommen wie glühende Anhänger, alte Füchse und Neulinge. "Wenn man alle Stücke kennt, sind die neuen Sachen natürlich leichter zu verstehen", findet der Kenner, der jedes Stück, das je in Wuppertal aufgeführt wurden, gesehen hat. Um die Gespräche um eine weitere Ebene zu öffnen, sind auch jedes Mal Tänzer der Bausch-Truppe dabei. "Wir kontakten einfach das Büro und dann kommen Mitglieder des Tanztheaters." Für den nächsten Termin am Dienstag könnte das allerdings schwierig werden. "Gleichzeitig ist die Hauptprobe von ‚Viktor’". Langweilig wird es trotzdem nicht, der rege Gedankenaustausch wird von Lutz Griebel musikalisch gestaltet.

Tanztheatertreff am Dienstag, 6. März, um 18 Uhr in der Cafeteria des internationalen Begegnungszentrums der Caritas an der Hünefeldstraße 54a.