Die Wuppertaler Kurrende stimmt auf Weihnachten ein

Die Wuppertaler Kurrende stimmt auf Weihnachten ein

Am morgigen Samstag eröffnet der Knabenchor mit dem Ensemble Clarinesque die stimmungsvolle Reihe in der Kirche St. Joseph.

Wuppertal. „Mit den Quempaskonzerten wird man so richtig auf Weihnachten eingestimmt“ — so wie der 13-jährige Kurrende-Knabe Lennard sehen das auch viele Wuppertaler. Deshalb achten die Organisatoren darauf, dass die vier Konzerte der Wuppertaler Kurrende am dritten und vierten Advents-Wochenende auf alle Stadtteile verteilt sind. So steht an diesem Samstag der Auftakt in der Kirche St. Joseph in Ronsdorf an. Die Aufführung am Sonntag in St. Laurentius in Elberfeld ist bereits ausverkauft. Danach geht es noch in die Erlöserkirche nach Barmen und in die Friedhofskirche in Elberfeld.

Neben den Sängern, die von den Nachwuchs-Knaben der Chorschule unterstützt werden, ist diesmal das Ensemble Clarinesque zu hören, ein Quartett mit zwei Klarinetten, Bassklarinette und Bassetthorn. „Wir versuchen, jedes Jahr etwas anderes anzubieten“, erklärt Klaus Kölsch, Manager der Wuppertaler Kurrende. An der Orgel sitzt Christian Auhage, und am Harmonium Maximilian Hilger.

Das Programm orientiert sich an der Weihnachtsgeschichte von Lukas, die in einer Vertonung von Rudolf Mauersberger immer wieder eingestreut wird. Dazu kommen bekannte Weihnachtslieder wie „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ oder „Mach hoch die Tür“ zum Mitsingen. Doch auch Choralsätze von Hugo Distler, Modernes von Knut Nystedt oder ein wenig bekanntes Weihnachtslied aus dem 11. Jahrhundert sind vertreten. Und natürlich wird bei Kerzenschein der alte Quempas von verschiedenen Stellen im Kirchenraum aus gesungen.

Schon vorher waren die Kurrende-Jungen in neun Altenheimen und Krankenhäusern zu Besuch, um Senioren und Kranke aufzumuntern. „Wir haben eine Botschaft zu übermitteln — das kommt am besten zu Weihnachten an“, sagt Chorleiter Dietrich Modersohn.

Für die Wuppertaler Kurrende geht damit ein vielseitiges Jahr zu Ende, dessen Höhepunkte das Mozart-Requiem im März und der Sieg beim Landeschorwettbewerb waren — eine schöne Bestätigung für die Arbeit von Modersohn, der den Chor seit knapp zwei Jahren leitet.

Im Mai 2014 reisen die Jungen dann zum Bundeschorwettbewerb nach Weimar. Außerdem beginnen im Frühjahr die Proben für die Oper „König Roger“ von Karol Szymanowski. Für die Aufführungen im Opernhaus müssen die Knaben nicht nur die Musik, sondern auch den polnischen Text auswendig lernen. Und 2015 soll es wieder eine Chorreise geben.

Doch jetzt genießen die jungen Sänger erst einmal die adventliche Freude, die sich in den Gesichtern ihrer Zuschauer spiegeln soll.

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