Die nächsten großen Ausstellungen: Zu sehen sind Pissarro und Otto Dix

Die nächsten großen Ausstellungen: Zu sehen sind Pissarro und Otto Dix

Das Von der Heydt-Museum plant die Ausstellungen des nächsten Jahres.

Wuppertal. Das kommende Jahr hat es wieder in sich: Von der Heydt-Museum und Von der Heydt-Kunsthalle in Barmen erlauben jetzt schon einmal einen Blick auf die Ausstellungshöhepunkte des Jahres 2014. Insbesondere die Ausstellung „Camille Pissaro — Vater des Impressionismus“ hat dabei das Zeug, sich zum Publikumsmagneten zu entwickeln.

Den Start bildet jedoch passend zum sich zum 100. Mal jährenden Ausbruch des Ersten Weltkrieges die Ausstellung „Das Menschenschlachthaus. Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918 in der französischen und deutschen Kunst“. Diese Schau läuft vom 8. April bis zum 27. Juli im Von der Heydt-Museum. Realisiert wird sie in enger Zusammenarbeit mit dem Musée des Beaux-Arts in Reims.

Denn Reims war die erste französische Großstadt, die 1914 dem Bombardement deutscher Truppen ausgesetzt war. Dabei fanden nicht nur viele Menschen den Tod, auch die berühmte und für das französische Nationalbewusstsein so bedeutende Kathedrale von Reims, jahrhundertelang Krönungsstätte der französischen Könige, wurde schwer beschädigt. Im Zentrum der Schau steht die Wahrnehmung des Krieges durch bildende Künstler und die Frage, wie unter anderem Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz und Pierre Bonnard, Maurice Denis, Georges Rouault auf der französischen Seite dieses Ereignis in Kunstwerken von Rang verarbeitet haben.

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Vater des Impressionismus“ steht Camille Pissarro (1830-1903). Anhand von etwa 70 Gemälden zeichnet das Museum Lebensweg und künstlerische Entwicklung Pissarros von seinen ersten Werken bis zu seinen letzten Bildern, die er in Paris und an der Küste der Normandie malte, nach. Pissarro orientierte sich immer wieder neu, er löste sich aus dem Schatten der Schule von Barbizon, er trat mit Cézanne in Dialog, er setzte sich mit dem Pointillismus auseinander, er schuf „Stadtlandschaften“ und fand einen Ausdruck für das moderne Leben. Zudem zeigt das Museum Werke von Courbet, Corot, Cézanne, Manet, Monet, Gauguin, van Gogh und anderen Künstlern.

Erinnerungsbilder im Kopf beeinflussen unser Erleben der Gegenwart — damit beschäftigt sich Sabine Moritz auch in ihrer Malerei. In den Helikopter- und den Arktis-Bildern scheinen subjektive Fantasien, Ängste und Wünsche die dargestellte Realität zu bestimmen. So mächtig können sie sein, dass sich ein Hubschrauber am Himmel oder ein Schiff auf dem Meer durch den Blick der Malerin in schwer greifbare vielschichtige Objekte verwandeln. Sabine Moritz wurde 1969 in Quedlinburg in der DDR geboren. Die Kunsthalle zeigt die frühen Zeichnungen von Sabine Moritz zusammen mit ihren bekannten Pflanzendarstellungen und den jüngst entstandenen Kriegsbildern. Termin: 9. März bis 29. Juni. kuk

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