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Förderung: Die CityARTist-Preise gibt es nur für Künstler ab 50 Jahre

Förderung : Die CityARTist-Preise gibt es nur für Künstler ab 50 Jahre

Kultursekretariat NRW und Mitgliedsstädte vergeben insgesamt 50 000 Euro.

Kunst braucht Unterstützung. Viele Programme dienen dazu, dem Nachwuchs auf dem Weg ins Künstlerleben zu helfen. Das dann aber doch nur allzu oft durch einen anderen Beruf finanziert werden muss. Hier setzt ein neuer Preis an, der mehr sein will als eine Finanzspritze und der ältere Künstler als Zielgruppe hat, die sonst eher nicht im Fokus der Förderung stehen. „CityARTists“ hat insgesamt 50 000 Euro zu vergeben. Die Ausschreibung hat gerade begonnen.

Das Kultursekretariat NRW versteht sich als kommunales Netzwerk für Kunst und Kultur im Land, fördert seit 1974 gemeinsam mit seinen 21 Mitgliedsstädten Kulturinstitutionen, innovative Projekte, Festivals und Programmreihen in den Bereichen Theater, Musik, Bildende Kunst, Literatur und Tanz. Neu aufgelegt wird nun „CityARTists“, das die Künstler der Städte unterstützen soll. Dabei weder den Unterhalt noch das Kunst-Hobby im Visier hat, sondern ihre produktive Arbeit. Weshalb die ausgelobten, mit 5000 Euro dotierten Preise pro Person eher Stipendien gleichen, an ein Vorhaben gebunden sind. Bewerber müssen die beabsichtigte Verwendung des Preisgeldes angeben. Julia Wessel vom Kulturbüro Wuppertal erklärt: „Es soll kein zweckfreier Preis sein.“ Das Geld soll also „ausschließlich künstlerischen Zwecken“ dienen, wie es in der Ausschreibung heißt. Was aber nicht bedeutet, dass die Verwendung hinterher kontrolliert werden soll.

Fachjurys auf lokaler und Landesebene entscheiden

Bewerben können sich Künstler, die bereits einen professionellen künstlerischen Werdegang vorzuweisen haben. Sie müssen das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in einer Mitgliedsstadt des Kultursekretariats haben. Die Spannbreite bei der Kunstsparte ist weit gefasst: Mitmachen können bildende Künstler aus den Sparten Malerei, Skulptur, Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie. Erste Anfragen haben das Kulturbüro bereits erreicht, Interessierte haben noch bis 15. März Zeit. Wessel: „Wir sind gespannt, welchen Anklang das Angebot findet.“

Kulturbüroleiterin Bettina Paust betont ein weiteres Charakteristikum: „Das Besondere an diesem Förderprogramm ist, dass es vom Programmausschuss der Mitgliedsstädte des Kultursekretariats gemeinsam entwickelt wurde und sich die Förderung somit auch flächendeckend auf die Mitgliedsstädte erstreckt.“ Entsprechend umfangreich ist das Auswahlverfahren. Zunächst trifft sich eine fünf- bis sechsköpfige Fachjury unter Federführung des lokalen Kulturbüros, die sich auf einen Preisträger einigen muss. Paust: „Für Wuppertal war mir für die Zusammensetzung der Jury sehr wichtig, dass diese in einer guten Mischung die entsprechende Fachkompetenz aus Theorie und Praxis in der Stadt vereint.“

Der oder die Auserwählte muss dann aber noch auf Landesebene bestehen. Eine weitere Fachjury bestimmt bis spätestens 10. Juli über maximal 21 Vorschläge und benennt maximal zehn Sieger. Wessel: „Es geht darum, herausragende Künstler aus mehreren Städten zu ehren und nicht nur einen Landessieger zu ermitteln.“ Weil es dabei um Qualität geht, bestehe kein Zwang, zehn Preise zu vergeben.