Der „Sommernachtstraum“ auf elf Bühnen im Brückenpark

Der „Sommernachtstraum“ auf elf Bühnen im Brückenpark

35 Gruppen führen den Klassiker als Szenenpuzzle auf.

Wuppertal. Shakespeare live geht in die vierte Runde. „Wenn Träume Brücken schlagen“ lautet diesmal das Motto für ein Festival der besonderen Art. „35 Theatergruppen aus dem Bergischen spielen auf elf Bühnen den ‚Sommernachtstraum’“, fasst es Initiator Rainer Haußmann zusammen. Etwa 350 Leute werden an diesem Spektakel, das am Samstag, 2. Juli, im Brückenpark Müngsten stattfinden wird, teilnehmen und das klingt schon alleine wegen der Zahlen imposant.

Das Konzept steht dem in nichts nach. Streng genommen ist es nicht ein „Sommernachtstraum“, der frei nach William Shakespeare aufgeführt wird. „Es gibt eine Dreifachbesetzung.“ Jede der Gruppen — unter anderem sind die Theatergruppen des Carl Duisberg Gymnasiums, des Gymnasiums an der Sedanstraße und des Ganztagsgymnasiums Johannes Rau vertreten — setzt eine Szene um. „Wie sie die gestalten, bleibt eigenen Einfällen überlassen.“ Im optimalen Fall würden die Zuschauer im Juli also von der Eingangsszene im Schloss mit dem griffigen Titel „Wer liebt eigentlich wen?“ zum nächstliegenden Spielort, einer Bühne am Wasser, spazieren. Bei diesem Parcours unter freiem Himmel kann dann puzzleartig die Geschichte von Feenkönigin Titania und ihrem Oberon, die Krach miteinander haben, und Kobold Puck, der so lange so schöne Verwirrung stiftet, bis Titania einen Esel liebt, erleben.

Nach dem Goethe-Motto „Erlaubt ist, was gefällt“ kann von musikalischer Klassik-Interpretation am Cello, bis zu einem Beitrag in Originalem Shakespeare-Englisch, über Pantomime bis hin zu frei interpretiertem Hip-Hop „alles dabei sein“, sagt Rainer Haußmann.

Geplant sind drei Durchläufe mit einer kurzen Einführung zur jeweiligen Szene, so dass jeder der Besucher — ob zufälliger Spaziergänger im Brückenpark oder Shakespeare-Interessierter — die Chance hat, an verschiedenen Spielstätten häppchenweise diesen modernen Shakespeare zu erleben. Die Kostüme, die für das in einem Wald in der Nähe Athens spielenden Stücks notwendig sind, werden von Alpha e.V. geschneidert.

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