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Der Sinn des Experimentes ist, keine Vorgaben zu machen

Der Sinn des Experimentes ist, keine Vorgaben zu machen

Besucher erleben die Entstehung der Ausstellung mit. 150 Kreative sind dabei.

Wenn der Neue Kunstverein zu seinem 5. Geburtstag einlädt, stehen Künstler gerne Schlange. Und wenn sie dann noch in Eigenregie ausstellen dürfen. . . An der Jubiläumsaktion „543 M³ offen“ nahmen 150 Kreative aus Wuppertal und Umgebung teil. Unter den Augen der Besucher entstand einen Abend lang eine kunterbunte Kunstsammlung, an der man sich nicht sattsehen konnte.

Regina Friedrich-Körner, Veranstalterin

„Wir wollten bewusst keine Vorgaben machen“, sagte Veranstalterin Regina Friedrich-Körner das Konzept von „543 M³“. „Das ist der Sinn des Experiments. Alles ist erlaubt — fast alles.“ Während also die einen Wände und Raum mit Gemälden, Fotos und Objekten füllten, nutzten andere den Abend für einen großen Auftritt. So etwa der Mann, der im Adamskostüm durch die Menschenmenge schritt und sich danach als Statue in weißem Umhang inszenierte. Vor Doris Faassens Gemälde „Unter der Aktlampe“ posierte ein Nacktmodell für die Kamera. Papier und Bleistift lagen zum Aktzeichnen bereit.

Spektakulär war Stephan Werbecks Kunstproduktion. Auf einer Plastikwalze balancierend, bedruckte er mit Rollbewegungen Blätter mit labyrinthischen Mustern in Blau, Rot und Orange.

Bei der Dortmunder Bilderbü Werk-AG ging es um den Spaß am Machen. Sabine Held, Claudia Terlunen und Silvia Liebig steckten aus Pappe ein Fahrzeug zusammen: oben Schiff, unten Dampfwalze. „Das war ein Befreiungsschlag für uns“, sagte Held, „als wir anfingen, wie Kinder zu basteln.“

Bei der Finissage am 21. Juni wird die Ausstellung im Kolkmannhaus, Hof-aue 51, wieder aufgelöst. Dafür wird die filmische Dokumentation des Aktionstages, die jetzt neben den Namen aller Künstler auf der Internetseite des Kunstvereins zu sehen ist, zur Basis für die nächste Ausstellung.

neuer-kunstverein- wuppertal.de