Chormusik mal frühlingshaft, mal dramatisch-mysteriös

Chormusik mal frühlingshaft, mal dramatisch-mysteriös

Die Männer überzeugen in der Stadthalle gemeinsam mit dem Mannenkor Gouda.

Wuppertal. Es sollte ein „Konzert mit Freunden“ sein, mit dem der Cronenberger Männerchor sein Publikum am Samstagabend im gut besuchten großen Saal der Stadthalle sommerlich unterhalten wollte. Und so luden sich die Wuppertaler Musiker einen befreundeten Chor aus den Niederlanden ein: den Mannenkoor Gouda’s Liedertafel, geleitet von Han-Louis Meijer, der die Cronenberger schon häufig bei Konzerten am Flügel begleitet hat.

Mit dem „Festgesang“ von Christian Siegler eröffnete der Cronenberger Männerchor in roten Jacketts das Konzert unter der Chorleitung von Heinz Rolf Fliersbach und seinem Nachfolger Artur Rivo. Immer im Wechsel mit den ganz in schwarz gekleideten Kollegen aus dem Städtchen Gouda sangen die Herren ein breites Repertoire an klassischer und volkstümlicher Chormusik.

Der Mannenkoor unter Han-Louis Meijer bezirzte das Publikum zunächst mit einem Lobgesang auf das Bergische Land mit dem „Bergischen Heimatlied“ von Caspar Joseph Brambach. Weiter ging es mit vielen ruhigen und melodischen Titeln, bis sich rote und schwarze Jacken dann mischten — die beiden Chöre sangen zusammen das Stück „Landerkennung“ von Edvard Grieg. Und so summierten sich die Stimmen der weit über 100 Männer auf, sodass die Kraft des Stückes deutlich zum Vorschein kam.

Die Cronenberger eröffneten den zweiten Teil des Konzerts etwas schwungvoller mit „Der frohe Wandersmann“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Mit Hugo Alvfens „Frühling in Roslagen“ zeigten sie aber auch, wie dramatisch-mysteriös Chormusik klingen kann.

Der Männerchor aus Gouda überraschte das Publikum zunächst mit einem Garderobenwechsel — nun sommerlich in gelben Westen gekleidet. Dann sangen sie einige Stücke, die Chorleiter Meijer selbst bearbeitet hatte. So unter anderem „You raise me up“ von Josh Groban, stets begleitet am Flügel von Femke De Graaf und in diesem besonderen Fall von einer Gitarre. Zum großen Finale vereinigten sie die beiden Chöre erneut und sangen gemeinsam den „Pilgerchor“ von Richard Wagner.

So wurde der Gegenbesuch des befreundeten Chor aus den Niederlanden zu einem gelungenen Konzert, was das Publikum mit einem langen Applaus würdigte.