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Brückenbauer im Dienste der Kultur

Brückenbauer im Dienste der Kultur

Günter Lesche und Harald Nowoczin haben ihr Herz an zwei Städte verloren: an Wuppertal und Engels.

Wuppertal. Eigentlich ist Günter Lesche Konzertsänger mit dem Schwerpunkt historisches Lied. Doch seit einigen Jahren übernimmt der 75-Jährige auch die Rolle eines Kulturbotschafters und hat nun eine Kulturbrücke nach Engels an der Mittelwolga aufgebaut.

2004 fuhr Lesche privat in die Städte Engels, Saratow und Marx, um an Konzerten und damit am Russisch-Deutschen Kulturdialog mitzuwirken, den Wladimir Putin und Johannes Rau initiiert hatten. "Danach hatte ich noch acht Tage Zeit, weil das Flugzeug nur vierzehntägig flog", sagt Lesche. "Also besuchte ich die Kulturinstitutionen." Gerne erinnert er sich an Gespräche mit Bibliothekaren, Museumsmitarbeitern und Leitern von Kulturzentren und trug seine Begeisterung in seine Heimatstadt.

Das Ansinnen einer weiteren Städtepartnerschaft sei zwar auf wenig Gegenliebe gestoßen, dafür aber wird die Idee einer Kulturbrücke zwischen Engels und Wuppertal von Oberbürgermeister Peter Jung ideell unterstützt, und auch Harald Nowoczin stieß als Mitorganisator dazu.

Eine der ersten Aktionen der Kulturbrücke war der Transport von rund 450 Kilo klassischer Literatur und Notenmaterials nach Engels. Lesche hatte die Bücher im Freundeskreis gesammelt und mit Hilfe der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) transportiert.

Vernissage Bevor er als Kulturbotschafter verreist, eröffnet Harald Nowoczin als Vorsitzender der Bergischen Kunstgenossenschaft (BKG) eine Ausstellung am Geschwister-Scholl-Platz: Im BKG-Studio in der Kunsthalle Barmen wird ab morgen, 11 Uhr, "Kunst grenzenlos aus Meerbusch" präsentiert.