Kritik in Wuppertal: Fahrplankürzungen sind gegen den Trend

Verkehr : Kritik: „Fahrplankürzungen sind gegen den Trend“

Die Bezirksvertretung Elberfeld moniert Pläne der Stadtwerke — die wehren sich.

Um gut 60 000 Fahrkilometer kürzen die WSW zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember ihr Angebot. Insgesamt sind das 0,4 Prozent, wie die Stadtwerke hervorheben. In der Bezirksvertretung Elberfeld waren allerdings einige kritische Stimmen zu hören. Auch wenn der Anteil gering sei, „ist das gegen den Trend der Zeit“, sagte Joachim Knorr von der CDU. Eine Reduzierung sei nicht nachvollziehbar, „eigentlich müsste es eine Steigerung geben“. Sein Fraktionskollege Arno Hadasch monierte zudem, dass es keinerlei Verbesserung für die Busse zur Uni gebe, obwohl jetzt schon länger feststehe, dass die Seibahn nicht kommen werde. Ähnlich kritisch äußerte sich Gerta Siller von den Grünen. „Die Busse sind oft grausam voll“, berichtete sich aus eigener Erfahrung.

Zumindest eine Sorge von Cemal Agir (Linke) konnte Ludwig Froning von den WSW entkräften. Nein, Personal werde nicht reduziert. Was das Thema Erweiterung der Linien, sprich mehr Fahrkilometer angehe, verwies er allerdings auf den Auftrag, den die WSW hätten. Man bewege sich trotz der Kürzungen im vorgegebenen Rahmen, auch was die wirtschaftlichen Möglichkeiten betreffe. Für mehr gebe es derzeit keinen politischen Auftrag. Oberbürgermeister Andreas Mucke erklärte drauf: „Wir brauchen eine andere Finanzierung.“ Da sei es aber vor allem beim Bund, die Kommunen zu unterstützen.

Zum Thema Uni haben die WSW allerdings schon Ideen erarbeitet, wie Froning erklärte. Umgesetzt werden könnten mögliche Fahrplanänderungen zum nächsten Wintersemester. Eigentlich hätten diese schon in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses in der vergangenen Woche vorgestellt werden sollen, doch seien sie kurzfristig von der Tagesordnung genommen worden. Den Grund lieferte Mucke in der BV. Der Verwaltungsvorstand müsse erst über diese Pläne beraten, dann gehen sie in die nächste Sitzung des Ausschusses.

Auch in der WZ war die Situation rund um den Verkehr zur Uni mehrfach Thema. Die Studenten, die sich beklagten, mussten sich aber auch massive Kritik aus Leserkreisen anhören, dass die Fußwege durchaus zumutbar seien. est