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Kritik im Netz: Heimatpreis der Stadt Wuppertal für Palästinensischen Freundschaftsverein

Das sagt die Stadt dazu : Kritik im Netz: Heimatpreis der Stadt Wuppertal für Palästinensischen Freundschaftsverein

Die Stadt Wuppertal steht in der Kritik, weil sie den Heimatpreis 2020 an den Palästinensischen Freundschaftsverein Wuppertal e.V. verliehen hat. Das sagt die Stadt dazu.

Die Stadt Wuppertal steht in der Kritik, weil sie 2020 den Palästinensischen Freundschaftsverein Wuppertal e.V. mit dem Heimatpreis auszeichnet hat.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Ich haben <a href="https://twitter.com/UweSchneidewind?ref_src=twsrc%5Etfw">@UweSchneidewind</a> und den Rat der <a href="https://twitter.com/stadt_wuppertal?ref_src=twsrc%5Etfw">@stadt_wuppertal</a> angeschrieben. <br>Preise an Israelhasser sind inakzeptabel! <br>Heimatpreis für Antisemitismus, das ist nach den Vorfällen von Hagen besonders makaber. <a href="https://t.co/No7ahGvJQW">https://t.co/No7ahGvJQW</a></p>&mdash; Volker Beck (@Volker_Beck) <a href="https://twitter.com/Volker_Beck/status/1438917535244693507?ref_src=twsrc%5Etfw">September 17, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Volker Beck, Geschäftsführer des Tikvah Instituts gUG und ehemaliger Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, kritisiert in einem Brief an den Oberbürgermeister Uwe Schneidewind: „Dies halte ich für vollkommen unangemessen. Offensichtlich sieht der Verein Palästina auch im Staatsgebiet von Israel in den Waffenstillstandsgrenzen von 1949/67 für unterdrückt, obwohl in Israel alle Staatsbürger gleiche Rechte haben.“ Diese Haltung sei gegen den Völkerfrieden und den jüdischen und demokratischen Staat gerichtet. Beck fordert deshalb, dass der Preis aberkannt wird.

Zuvor hatte der Wuppertaler Journalist Sebastian Weiermann über Twitter auf das Thema aufmerksam gemacht.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Kürzlich hat <a href="https://twitter.com/stadt_wuppertal?ref_src=twsrc%5Etfw">@stadt_wuppertal</a> den &quot;Heimatpreis&quot; 2021 verliehen. Auch die Preisträger für 2020 wurden geehrt. Darunter der Palästinensische Freundschaftsverein.<br>Auf einer Grafik mit, dem er im Mai zu einer Demo aufrief, ist eine Landkarte zu sehen, in der Israel fehlt. <a href="https://t.co/lr4NYQ7v32">pic.twitter.com/lr4NYQ7v32</a></p>&mdash; Sebastian Weiermann (@SWeiermann) <a href="https://twitter.com/SWeiermann/status/1438865248547745793?ref_src=twsrc%5Etfw">September 17, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Das Thema zieht inzwischen auch im Netz weitere Kreise. OB Schneidewind hat am Sonntag auf die Vorwürfe reagiert: „Angesichts des Engagements des Vereins, der Zusammensetzung und Einstimmigkeit der Jury und des zeitlichen Verlaufs gibt es derzeit keinerlei Veranlassung, über die Aberkennung des Preises nachzudenken.“

Die Jury des Heimatpreises ist divers zusammengesetzt. Sie besteht aus der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Jugendring, Frauenverbänden, dem Stadtsportbund, dem Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine, dem Bereich Kultur, dem Integrationsausschuss, dem Presseamt als Vertretung der Stadtverwaltung, dem Jugendrat, dem Forum der Migrantenvereine, der Interessenvertretung Wuppertaler Moscheen, der jüdische Kultusgemeinde sowie der christlichen Kirchengemeinden.

Die Gewinner des Preises von 2020 sind im Oktober 2020 veröffentlicht worden.

(est/kue)