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Krematorium in Wuppertal ausgelastet: Särge stapeln sich

Coronakrise : Krematorium in Wuppertal ausgelastet: Särge stapeln sich

Das Bergische Krematorium in Wuppertal ist durch den Feiertagsbetrieb und die hohe Zahl von Corona-Toten belastet. Das THW baut eine neue Lagerstätte.

Corona-Tote und Feiertagsbetrieb – das führt in Wuppertal zu einem erschreckendem Bild auf dem Gelände des Bergischen Krematoriums. Zelte des Technischen Hilfswerks sind aufgestellt worden, um Särge vor der Einäscherung aufbewahren zu können – die Angestellten kommen nicht mehr nach.

Das privatbetriebene Bergische Krematorium in Wuppertal ist schlicht über das Normalmaß hinaus ausgelastet. Deshalb sind alle Flächen, wo die Särge bis zur Verbrennung aufbewahrt werden, belegt. Um zusätzliche Flächen zu schaffen, hat die Stadt das Technische Hilfswerk gebeten, auf dem Gelände des Krematoriums Zelte aufzustellen, um dort die Särge abstellen zu können. Das Gelände ist mit einem Sichtschutz abgehängt worden. Die Dauer der Maßnahme ist aktuell unbegrenzt. Die Feuerwehr Wuppertal koordinierte die Maßnahmen.

Bedingt durch die Feiertage und die durch die Corona-Pandemie hohe Zahl von Toten in den Städten der Umgebung ist das private Krematorium auf diese Zwischenlösung angewiesen, teilte das Presseamt der Stadt mit.

Die ständig steigende Zahl von Corona-Toten „zerreißt mir das Herz“, hatte Sozialdezernent Stefan Kühn kürzlich gesagt. Zum Jahreswechsel erklärte er: „Für ganz viele Familien in unserem Land und unserer Region beginnt das neue Jahr in großer Trauer. Diesen Familien fühlen wir uns in ihrer Trauer verbunden und wünschen ihnen viel Kraft.“

Er machte deutlich: Selbst wenn die Zahl der Neuinfektionen zurückgehen würde, müssten wir uns noch auf weiter hohe Todesfallzahlen einstellen. Denn zwischen Ansteckung, Erkrankung, Behandlung und schließlich Sterben vergehe Zeit. Zudem ist ein deutlicher Rückgang der Neuinfektionen derzeit noch nicht erkennbar.

Am 31. Dezember hatte die Stadt 218 Menschen gemeldet, die mit und an Covid-19 gestorben sind. Davon sind 43 in den vergangenen 14 Tagen gestorben, seit dem 1. Dezember waren es insgesamt 103.

(oel/kup/kati)