Sport-Event „Krawallo“ bittet zum Box-Spektakel nach Wuppertal Ronsdorf

Wuppertal · Am kommenden Samstag steigen im „Bull Boxing“ an der Reinshagenstraße nationale und internationale Kämpfer in den Ring

  Der Ronsdorfer Boxprofi Marco „Krawallo“ Martini betreibt in einer alten Fertigungshalle sein Studio.

Der Ronsdorfer Boxprofi Marco „Krawallo“ Martini betreibt in einer alten Fertigungshalle sein Studio.

Foto: Andreas Fischer

Am kommenden Samstag, 8. Juni, ertönt um 16 Uhr der Gong zu einer Premiere für Ronsdorf, er kündigt nämlich die erste Runde zu einem Box-Nachmittag und -Abend an, für den der bekennende Ronsdorfer Marco „Krawallo“ Martini verantwortlich zeichnet. Ort dieses für Ronsdorf ungewöhnlichen Ereignisses ist das Bull Boxing an der Reinshagenstraße 5.

„Krawallo“, (diesen Namen haben ihm Vater und Onkel gegeben, weil der kleine Marco angeblich ein besonders wildes Kind war) hat eine alte Fertigungshalle der Kabelwerke in ein prächtiges Box-Studio umgebaut mit einem Hochring an zentraler Stelle. Und in dem sind für Samstag 20 Paarungen geplant, von denen acht bis zehn reine Boxkämpfe und die übrigen Fights im Thai- und Kickboxen die Ronsdorfer Sportfreunde erfreuen sollen.

Kämpfer aus dem Ausland steigen in den Ring

„Ich möchte, dass diese Veranstaltung für die Ronsdorfer zu einem besonders tollen Erlebnis wird. Und wenn es ein Erfolg wird, dann plane ich für den Winter einen weiteren Kampftag“, kündigt Martini an, der übrigens selbst auch im Schlusskampf im Super-Weltergewicht in den Ring steigen wird. „Für mich nach langer Pause wieder der erste Kampf, den brauche ich zum Aufbauen“, sagt der 32-Jährige, der in seinem Studio Menschen jeden Alters fit machen will. Und einige vielversprechende, von ihm ausgebildete Jungs werden auch am kommenden Samstag ihr Ring-Debüt geben.

Einer von ihnen wird der zwölf Jahre alte Dominik Macherey sein, der erstmals im Auftaktkampf des Tages um 16 Uhr Ringluft schnuppern will. Auch sein Bruder Leon Macherey (70 Kilogramm) wurde von seinem Trainer Marco Martini als „ringreif“ angesehen und will sich mit einem Konkurrenten in derselben Gewichtklasse messen. Dazu werden auch von den „Red Panthers“, die auf Klausen ihr Zuhause haben, noch einige Kämpfer gestellt und für Lokal-Kolorit sorgen. „Mit dem Red-Panther-Chef Mustafa Erol arbeite ich eng zusammen.“ Kämpfer aus dem benachbarten Ausland werden dem Kampftag ein internationales Flair geben.

Premiere so professionell wie möglich aufziehen

Ohne große Werbung sind schon jetzt die Sitz- und Stehplätze am Ring ausgebucht. „Mehr als 120 Karten darf ich nicht verkaufen“, so Familienvater Martini, der neben dem Fitness-Training und Boxunterricht, den er von montags bis freitags an der Reinshagener Straße 5 abhält, sich auch persönlich noch täglich in Form hält. In seiner freien Zeit ist er überdies in der Firma seines Vaters als Gerüstbauer tätig. Er bekennt: „Noch kann ich von dem Box-Studio allein nicht leben“, wobei sich das irgendwann auch mal ändern soll. Er selbst schaut nämlich optimistisch in die Zukunft und denkt, dass er auch in den nächsten acht bis neun Jahren noch im Ronsdorfer und anderen Ringen sein Können als Boxer zeigen kann.

Trotzdem möchte er die Box-Premiere in Ronsdorf schon am Samstag so professionell wie möglich aufziehen und will auch ein Nummerngirl verpflichten, das die jeweilige Runde anzeigen und für zusätzliche Stimmung sorgen soll.

Da mit einer mehrstündigen Veranstaltung zu rechnen ist, wird es draußen vor dem Studio auch Verpflegungsstände geben, an denen das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher nicht zu kurz kommen soll.

„Mein größter Wunsch als überzeugter Ronsdorfer ist, dass alle, die am Samstag kommen, zufrieden wieder nach Hause fahren und gehen“, sagt Marco Martini, der als ruhiger und besonnener Gesprächspartner nichts mehr vom einstigen ungebärdigen „Krawallo“ mehr ahnen lässt und auch im Ring mit überlegten Aktionen punktet, die ihm auch schon verschiedene Titel eingebracht haben.