Kranke Igel: Ein Verein mit 180 Mitgliedern hilft

Kranke Igel: Ein Verein mit 180 Mitgliedern hilft

Drei Fragen an die Igelschützerin Kornelia Dudziak

Kornelia Dudziak ist die Vorsitzende der Igelschutz-Interessengemeinschaft, die eine Igelstation in Wuppertal betreibt.

Was macht Ihr Verein?

Dudziak: Den Verein gibt es seit 32 Jahren. Mittlerweile sind wir rund 180 ehrenamtliche Mitglieder. Wir kümmern uns um kranke und untergewichtige Igel. Außerdem haben wir einen Schulungsgarten, in dem wir den Leuten zeigen, wie und wo sich Igel wohlfühlen.

Was sind denn klassische Gefahrenstellen für Igel?

Dudziak: Besonders bedrohlich sind Laubpuster und -sauger. Sie machen die Schlafplätze der Tiere kaputt und vertreiben ihre Nahrung, denn unter dem Laub richten sich auch Insekten ein. Gefährlich können auch Kellerschächte werden, aus denen die Igel nicht mehr herauskommen. Häufig verfangen sich Igel in den Netzen von Kinderfußballtoren.

Wann braucht ein Igel Hilfe?

Dudziak: Generell sollte man den Igeln im Herbst zu füttern. Am besten mit Wasser und Katzenfutter. Wenn sie weniger als 350 Gramm wiegen, dann geben wir Tipps, wie man den Tieren helfen kann. Wir können zwar auch Tiere aufnehmen, jedoch sind die Kapazitäten begrenzt. Kranke Tiere behandeln wir kostenlos.

Weitere Informationen zum Verein sowie zur Igelpflege gibt unter Telefon 60 34 03.