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Kopf-Mikrofone: Im Opernhaus kann niemand dazwischenfunken

Kopf-Mikrofone: Im Opernhaus kann niemand dazwischenfunken

Für 65.000 Euro machen die Bühnen ihre technische Anlage fit für die Zukunft.

Wuppertal. Evita kann kommen: Wenn Hauptdarstellerin Banu Böke im Herbst 2013 Musical-Premiere im Opernhaus feiert, kann sie auf Kopf-Mikrofone zählen, bei denen keine Gefahr bestehen soll, dass jemand „dazwischenfunkt“.

65.000 Euro hat die Wuppertaler Bühnen die Umrüstung der technischen Anlage gekostet. Eine Investition, die Geschäftsführer Enno Schaarwächter zähneknirschend in Auftrag gab, die am Ende jedoch nicht so teuer wurde, wie er befürchtet hatte. Mit bis zu 100.000 Euro hatte er gerechnet, als absehbar wurde, dass Theater wegen der Versteigerung neuer Frequenzen für den Mobilfunk aufrüsten müssen.

Im April 2010 hatte er in der WZ gewarnt: „Alle Theater, die Mikroports, also drahtlose Mikrofone, einsetzen, haben dieselbe Frequenz. Wenn man dort jetzt auch andere Träger zulässt, etwa Telefone, werden die Bühnenanlagen so gestört, dass wir sie nicht mehr verwenden können.“

So sei man zu einer Investition gezwungen worden. Derzeit sind Kopf-Mikrone im Einsatz, wenn die „Glückliche Reise“ startet. Die nächste Produktion, die von der technischen Verstärkung profitieren soll, ist das Musical „Evita“, das die Bühnen im Mai zunächst in Solingen herausbringen.