Kultur Weihnacht mit kölschem Temperament: Konzert der Höhner in der Stadthalle Wuppertal

Wuppertal · Die Höhner spielten ein rockig-besinnliches Konzert in der Historischen Stadthalle in Wuppertal.

 Die Höhner rockten die Bühne der Stadthalle.

Die Höhner rockten die Bühne der Stadthalle.

Foto: Hermine Fiedler

„Dat Kölsche Hätz“ schlug auch in diesem Jahr wieder in Wuppertal. Zum rockig besinnlichen Weihnachtskonzert hatten die Höhner für Samstag, 2. Dezember, in die Stadthalle geladen und die treuen Fans ließen sich nicht lange bitten.

Fröhlich und festlich, rockig und melodiös hat die Band mit ihnen gemeinsam die Festzeit auf ihre ganz eigene Art begrüßt. Kölsches Temperament kombiniert mit Weihnachtstönen und ganz viel Gänsehaut-Gefühl. Routiniert boten die echten Fründe Patrick Lück, Jens Streifling, Micky Schläger, Heiko Braun, Edin Čolić und Freddi Lubitz eine Show, die das Fan-Herz höher schlagen ließ.

Der musikalische Adventskalender war eine gekonnte Mischung aus Besinnlichkeit und Rock, aus Weihnachtsklängen und ihren bekannten Stimmungsknallern. „Besinnlichkeit, Musik und gute Laune passen auch im Advent hervorragend zusammen“, stellten sie fest. Es gab klassische Weihnachtslieder und bekannte Lieder zum Fest aus aller Herren Länder. Dazu in Kombination ein zu jedem Song perfekt abgestimmtes Bühnenbild. Im Hintergrund fällt leise der Schnee, es glitzert und die Glocken läuten. Und dazu noch eine A capella-Version, mitten im Publikum vorgetragen. Eine Lichtshow fährt über die Decke und Wände im Saal, Handys leuchten und auf der Bühne erinnern die Höhner an „Stille Helden“.

In eigenen Songs mit besinnlich leisen Tönen denken sie über eine friedlichere, menschlichere Welt nach. „Was wäre, wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt?“ In einer gekonnten Mischung aus leise und laut wurde auf die Feiertage eingestimmt. Die Höhner wären nicht die Höhner, wenn nicht immer wieder fetzige Rockhymnen und echte Stimmungsknaller erklingen würden. Bei „Prinzessin“ hielt es kaum einen Fan mehr auf den Stühlen. Im Hintergrund lief das Video, im Saal wurde laut mitgesungen. Vielleicht noch gesteigert von „Viva Colonia“ und „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, die natürlich auch nicht fehlten. „Glücksmomente“ wollten die Höhner im Konzert verbreiten und das ist ihnen gelungen. Es wurde gefeiert, geklatscht und geschunkelt. Sie wollen die Liebe zum Leben und zu den Mitmenschen feiern.

„Und das passt doch ganz hervorragend zum Weihnachtsgedanken.“ Zwischendurch immer wieder Showeinlagen. Der „Weihnachtsmuffelblues“ etwa in Anlehnung an den „Grinch“ oder die Präsentation der magischen „Welt der Illusionen“. Herrlich auch die Kölsch-Englisch-Übersetzungsstunde für Touristen. „You Ten More Yen“ heißt natürlich „Jode Morje“, „Leg Air Mad Chair“ ist das „lecker Mädche“, die „Come L.A.“ die Kamelle. Für die Höhner war der Abend nach über zwei Stunden ein „nicht endender Glücksmoment“ und das sicher auch für die Besucher. Sie stellten fest, dass Kölsch die einzige Sprache ist, die man auch trinken kann, besangen den Kölner Dom, die „schönste Stroß“ die nach Hause führt, öffneten einen musikalischen Adventswunschkalender und besiegelten gute Vorsätze in „Ja Morje“. Zum Schluss noch ein internationales Medley von „Stille Nacht“, „White Christmas“ bis „Feliz Navidad“ und Weihnachten kann kommen.

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