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Kommentar zur Wuppertaler Nordbahntrasse: Es lohnt sich

Stadtentwicklung : Es lohnt sich

Der Rad- und Fußweg kostet die Stadt weiterhin Millionen. Die Arbeiten sind aber notwendig und bringen Wuppertal etwas, findet unser Autor.

Wer denkt, die Nordbahntrasse ist fertig, liegt falsch. Wie es unter dem Radweg aussieht, wissen die wenigsten. Besorgniserregend ist es an den meisten Stellen noch nicht. Doch die Viadukte, Brücken & Co. brauchen eine Generalüberholung. Das kostet. Millionen sind es in den nächsten Jahren.

Bis 2026 wird die Nordbahntrasse so mehr als 40 Millionen verschlungen haben. „Das wusste ja keiner“, darf niemand sagen. Die Stadt hat mit offenen Karten gespielt, muss sich aber immer noch der Kritik stellen, warum nicht mehr bis zur eigentlichen Eröffnung Ende 2014 geschafft wurde - dann über die Förderung. Angesichts des immensen Sanierungsbedarfes, der teilweise erst im Laufe der Arbeiten - siehe Kuhler Viadukt - zutage trat, dürfte es allerdings schwierig gewesen sein, „alles“ auf einmal anzugehen.

Zurücklehnen kann sich der Vorbesitzer: Die Deutsche Bahn investierte lange nichts mehr in die Bauwerke. Gäbe es die Trasse nicht, gäbe es möglicherweise auch bald gerade im Osten Wuppertals stadtbildprägende Elemente wie eben die Viadukte nicht mehr.

Irgendwann hätte es nämlich nichts mehr gebracht, Netz um Netz aufzuhängen und lose Steine abzutragen. Dann wäre ein Abriss die Konsequenz. Die Stadt muss nun anders vorgehen, damit oben drüber weiter der Radverkehr rollen kann - und zahlen. Angesicht des Mehrwertes der Trasse für das Umfeld, aber auch die gesamte Stadt muss man sagen: Es lohnt sich.