1. NRW
  2. Wuppertal

Kommentar zum Freibad Mirke: Stadt Wuppertal muss helfen

Stadt Wuppertal muss helfen : Die Turmspringer im Freibad Mirke

Neue Ideen für das Freibad hat der Verein Pro Mirke immer wieder hervorragend umgesetzt. Doch nun fehlt das Geld und die Stadt muss endlich ihre Hilfe anbieten.

Seit 2011 sitzen sie auf dem Trockenen und halten doch den Kopf über Wasser. Allen Respekt hat sich der Verein Pro Mirke verdient, der sich mit vielen guten Ideen und großer Hartnäckigkeit gegen die immer noch drohende endgültige Schließung des Freibades Mirke stemmt. 2011 beschloss der Stadtrat ein Haushaltssicherungskozept und schloss dabei eine Reihe von Hallen- und Freibädern. Einige wurden von Fördervereinen übernommen, die den Badebetrieb fortsetzten. Anders als in Vohwinkel oder am Eckbusch konnte das große Becken an der Mirke bisher aber nicht mehr geflutet werden.

Neue Ideen mussten her, um das Bad im Gespräch und damit am Leben zu halten. Und diese Ideen haben Heiner Mokroß und Csilla Letay und ihre Mitstreiter immer wieder in die Tat umgesetzt – auch mit Unterstützung der Stadt. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, um Farbe zu bekennen. Die Planungen für ein Naturfreibad mit Strand, Rutsche und Schwimmbecken stehen auf dem Prüfstand. Mit drei Millionen Euro soll das Projekt gefördert werden, aber der Verein kann den Eigenanteil von 300 000 Euro nicht allein aufbringen. Daher ist die Stadt wieder mit im Boot.

Man hat zwei Kinder vor Augen, die auf den Sprungturm geklettert sind, und sich fest an den Händen halten. Das eine Kind will springen, das andere zögert noch. So stehen sie dort oben mit wackeligen Knien. Ob sie am Ende trotzdem springen?