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Kommentar: Kein Recht auf Parkplätze

Meinung : Kommentar: Kein Recht auf Parkplätze

Die Menschen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, eine Garantie auf einen Stellplatz vor der eigenen Haustür zu haben.

Jetzt also auch die Kruppstraße: Anwohner fordern dort ein Verkehrskonzept – vornehmlich weil der Parkdruck steigt. Der Verlust von   in diesem Fall auch noch kostenlosen Parkplätzen – war schon eine treibende Kraft beim Widerstand gegen den geplanten Neubau von zwei Wohnhäusern in dem Bereich. Doch ist die Situation dort wirklich vergleichbar mit den Musterbeispielen für Parkraumnot wie dem Ölberg? Ein Recht auf den Parkplatz direkt vor der eigenen Haustür, so sehr es sich viele wünschen, gibt es nicht – und es wäre auch nicht zeitgemäß, stellte zuletzt noch Sedat Ugurman, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, im WZ-Interview fest. Die Zahlen der Autos steigen, also müsse man die Alternativangebote verbessern. Sicher gibt es diejenigen, die nicht auf ihr Auto – sei es aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen – verzichten können. Doch für viele ist es einfach bequemer, es nicht zu tun – egal wie gut das ÖPNV-Netz ausgebaut wird, Einkaufsmöglichkeiten in der fußläufigen Nachbarschaft geschaffen oder Radwege ausgebaut werden. Wenn in Mehrfamilienhäusern gleich mehrere Mietparteien zwei Autos haben, kann das mit dem Platz vor der Tür aber eben nicht mehr funktionieren. Wer dann um den Block kurven muss, um doch noch eine Stelle für sein Auto zu finden, kann meckern und sich beschweren – oder vielleicht doch mal über eine Alternative nachdenken.