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Kommentar: Hoffnung auf bessere Zeiten

Hilfe für Betroffene der Flutkatastrophe : Hoffnung auf bessere Zeiten

Die Betroffenen der Flutkatastrophe dürfen nicht alleine gelassen werden.

Auch als Reporter ist es nicht leicht, über Menschen zu schreiben, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Artikel dieser Art gab es aufgrund der Flut-Katastrophe in den vergangenen Wochen zahlreiche in der WZ. Das Unwetter hat die Lebensgrundlage vieler Menschen von heute auf morgen hinweggespült. Man sieht die Hilf- und Ratlosigkeit in ihren Blicken, hört den Schmerz und die Verzweiflung in ihren Stimmen, die immer wieder von Schluchzern unterbrochen werden.

Die Soforthilfen für Privathaushalte und Unternehmen sind dabei eher ein Tropfen auf dem heißen Stein denn ein Rettungsring. Bei einem Mill­ionenschaden wie beispielsweise im Landhaus Bilstein in Beyenburg kann mit einigen tausend Euro nicht viel bewerkstelligt werden. Es ist auch verfehlt zu sagen, dass die Leute selber schuld sind, wenn sie keine Elementarversicherung abgeschlossen haben: Es gibt Fälle, in denen der Versicherer diese gekündigt hat oder sie finanziell einfach nicht zu stemmen gewesen wäre.

Die Menschen darf man nicht alleine lassen in ihrer Not, und wir Deutschen zeigen auch große Spendenbereitschaft. Jetzt müssen aber ebenso die 30 Milliarden aus dem Aufbaufonds, den Bund und Länder vereinbart haben, schnell und unbürokratisch fließen.

Damit die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht das Letzte ist, das die Fluten auch noch mit sich gerissen haben.