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Klick für Klick zur guten Sache

Klick für Klick zur guten Sache

Die Glücks-App ist in aller Munde. Ein Neuling im Selbstversuch: Wie glücklich bin ich hier?

Der Kollege hat es schon getan. Sogar gemeinsam mit seiner Freundin. Andere auf dem Büroflur wissen ebenfalls Bescheid, und im Bekanntenkreis nutzt man sie fast täglich, die freundlich-grüne App „Glücklich in Wuppertal“.

Mit ihr soll mehr als das Gefühlsbarometer der Stadtbewohner erfasst werden. Es geht darum, wie Wuppertaler leben, was sie sich wünschen, was ihnen wichtig ist.

Da wird man doch neugierig. Also los. „Schön, dass Du Dir die „Glücklich in Wuppertal“-App heruntergeladen hast!“ Die Begrüßung ist sympathisch und führt solchermaßen positiv gestimmt zum Fragebogen. Der will als erstes wissen: „Alles in allem, wie glücklich würdest Du sagen bist Du?“

Eine große Frage, der man sich am besten spontan und ohne großes Grübeln stellt. Denn einerseits geht es bei der Auswahl nur um einen Klick — sieben augenlose Smileys mit unterschiedlichen Gemütsanzeigen stehen zur Auswahl. Und andererseits ist der Fragebogen, sagen wir mal: umfänglich. Er erfordert ein gewisses Durchhaltevermögen. Wer sich zu jeder Frage wirklich Gedanken machen will und auch ein wenig Selbstbetrachtung anstellen möchte, sollte mindestens 20 Minuten Zeit für die Beantwortung einplanen. Die Fragen sind, obgleich anonym zu beantworten, recht direkt. Nach dem Punkt „Zufriedenheit“ — mit dem Leben, dem Umfeld, dem Job, mit Beziehungen und einigem mehr —, folgen Wuppertal-spezifische Details und Angaben zur Person.

Doch keine Bange und frischweg mitgemacht: Es geht schließlich um eine gute Sache. Am Ende der Befragung kann nämlich aus einer Vorschlagsliste ein Wuppertaler Projekt zur Unterstützung ausgewählt werden. Und zu guter Letzt entscheidet dann jeder selbst, ob er weiter dabei ist, gar ein "Glückstagebuch" führen und regelmäßig Rückmeldung geben möchte.

Soweit geht’s im ersten Versuch noch nicht. Doch die App macht App-etit, sozusagen. Darauf, mit wachen Augen durchs Tal zu gehen. Sich und sein Umfeld vielleicht noch ein wenig überzeugter und kritischer zu hinterfragen. Um trotz und gerade deshalb womöglich festzustellen: „Ja, ich bin im Grunde eigentlich ziemlich glücklich in Wuppertal.“ kas

gluecklich-in-wuppertal.de