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Klettern und hüpfen mit der ganzen Familie in Wuppertal-Vohwinkel​

Freizeitspaß : Klettern und hüpfen mit der ganzen Familie in Wuppertal-Vohwinkel

„Sperlich’s Riesenspielpark“ gastiert im Stadtteil. 20 luftgefüllte Attraktionen warten auf die Gäste.

Hier darf nach Herzenslust gehüpft werden. „Sperlich’s Riesenspielpark“ bietet 20 luftgefüllte Attraktionen in allen Größen und Formen. Dabei ist Spaß für die ganze Familie garantiert.

Noch bis Anfang September steht der mobile Hüpfburgenpark im Vohwinkeler Süden. Dort gastiert die Zirkusfamilie Sperlich mit ihrer Anlage während der Sommerzeit bereits regelmäßig seit fünf Jahren. Auch diesmal freut sie sich über möglichst viele kleine und große Besucher. Nach der schwierigen Corona-Zeit ist der Familienbetrieb weiterhin dringend auf die entsprechenden Einnahmen angewiesen.

„Wir haben hier in Vohwinkel viele Stammgäste und die Leute kennen uns mittlerweile“, erzählt Gino Sperlich. Zusammen mit seiner Frau Diana Sperlich, den vier mittlerweile erwachsenen Kindern, seiner Mutter und zwei Neffen organisiert er den reibungslosen Ablauf auf dem weitläufigen Gelände. Hier gibt es jede Menge zu tun. Allein der komplexe Aufbau der verschiedenen Hüpfburgen hat zwei Tage in Anspruch genommen. Dafür kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Im Park darf der Nachwuchs klettern, krabbeln, hüpfen und planschen. Dabei kann ein großes Piratenschiff gestürmt, durch Röhren gerutscht und natürlich auf allen Hüpfburgen ausgiebig herumgetollt werden. Beim derzeit heißen Wetter wird die Wasserrutsche geflutet. Angesichts der schweißtreibenden Temperaturen sind die Aquaspiele besonders beliebt. Derweil können die Eltern unter dem schattenspendenden Zeltdach auf Liegen entspannen oder eben mit ihrem Nachwuchs zusammen toben.

„Unsere Hüpfburgen sind auch für Erwachsene zugelassen, sodass es diesbezüglich keine Probleme gibt“, sagt Gino Sperlich. Er ist stolz auf die Vielfalt der Anlage, die in den vergangenen Jahren stetig erweitert wurde. Dabei ist der Spielpark das zweite Standbein der Familie. „Wir sind Zirkusleute durch und durch, aber in den warmen Sommermonaten wird es mit der Technik und den Scheinwerfern im Zelt einfach zu heiß“, erläutert Sperlich.

Sein mittlerweile verstorbener Vater hatte daher die Idee für das Hüpfburgenkonzept. „Das hat sich wirklich gut entwickelt“, berichtet Diana Sperlich. Allerdings sei die Finanzierung und Umsetzung ein echter Kraftakt gewesen. Deshalb reagiert Gino Sperlich mit Unverständnis auf die etwa in den sozialen Netzwerken immer wieder geäußerte Kritik an den Eintrittspreisen des Parks. „Ich nehme mir dann die Zeit und erkläre den Leuten, was wir hier für einen Aufwand betreiben“, so Sperlich.

Allein die Anschaffung einer der großen Hüpfburgen liege im fünfstelligen Bereich. Hinzu kämen die steigenden Kosten für Strom, Wasser und den Diesel für die großen Generatoren, ohne deren Hilfe die Gebläse nicht arbeiten können. Zwischen 300 und 400 Litern Kraftstoff werde pro Tag benötigt.

Vor diesem Hintergrund war die Pandemie für die Familie ein harter Schlag. „Wir standen von einem auf den anderen Tag ohne Einnahmen da“, berichtet Gino Sperlich. Die 9000 Euro Soforthilfe sei in zwei Monaten für die Versorgung der 40 Tiere verbraucht worden. Zeitweise sei es nicht ohne Sozialleistungen gegangen. „Ich war zweimal kurz vorm Burnout“, berichtet Sperlich. Mittlerweile gehe es glücklicherweise wieder aufwärts. Im Herbst soll auch der familieneigene Zirkus wieder in Vohwinkel gastieren.

„Wichtig ist, dass die Menschen sich bei uns wohlfühlen“, sagt Gino Sperlich. Der Artist und Hochseilakrobat schätzt den Blick fürs Detail. „Bei uns gibt es keine halben Sachen, egal was wir machen“, betont Sperlich.