Kita Gräfrather Straße soll im August öffnen

Kita Gräfrather Straße soll im August öffnen

Die Hälfte der mehr als 100 Betreuungsplätze ist bereits vergeben. Der Betreiber hat schon Kitas in Barmen und Langerfeld.

Vohwinkel. Kräftigen Zuwachs gibt es in der Vohwinkeler Kita-Landschaft. Im Bereich Gräfrather Straße und Zaunbusch laufen die ersten Arbeiten für eine neue Einrichtung mit mehr als 100 Plätzen. Gerade wird das Gelände ausgeschachtet. Der private Betreiber Stepke-Kitas plant eine zweigeschossige Kindertagesstätte mit weitläufigem Außengelände. Der Eröffnungstermin ist für Anfang August vorgesehen. Träger ist die Step-Kids-Kitas gGmbH mit Sitz in Berlin. Laut Betreiber sei die Resonanz aus dem Stadtteil bereits hoch.

„50 Prozent der Plätze sind schon vergeben“, sagt Geschäftsbereichsleiterin Frauke Schittek. Kinder über drei Jahren könnten noch angemeldet werden. „Wir planen gerade erste Elternabende“, sagt Schittek. Sie würde sich auch über Bewerbungen von pädagogischen Mitarbeitern freuen. Die neue Kita soll eine Nutzfläche von über 1000 Quadratmetern haben. Dazu gehören ein 2000 Quadratmeter großes Außengelände und eine eigene Turnhalle. Zu den Investitionskosten will sich der Betreiber nicht äußern. Stepke-Kitas expandiert derzeit stark. Allein zehn Einrichtungen gibt es in Nordrhein-Westfalen. Weitere Kindergärten sind im Bau.

In Wuppertal werden bereits Kitas in Barmen und Langerfeld betrieben. Der Vohwinkeler Standort wurde sehr bewusst ausgewählt. „Es gibt hier viele spannende Ausflugsziele, die zu Fuß erreicht werden können“, sagt Projektleiterin Jutta Thomas. Sie verweist etwa auf die Fauna.

Zum pädagogischen Konzept gehören auch regelmäßige Waldtage in der Umgebung. Das spezifische Angebot der Kita soll Öffnungszeiten von 7 bis 16 Uhr und eine Betreuung von 105 Kindern in sechs Gruppen umfassen. Ziel ist laut Betreiber eine ganzheitliche und individuelle Förderung. Außerdem werde Wert auf eine ausgewogene Ernährung und frisch zubereitete Gerichte gelegt. Der Umgang mit der englischen Sprache, viel Bewegung und tiergestützte Pädagogik sollen das Angebot abrunden. Sozialdezernent Stefan Kühn (SPD) befürwortet die neue Kita im Wuppertaler Westen. Dazu habe es eine Bedarfsbestätigung gegeben. Außerdem seien die Pläne dem Landesjugendamt vorgelegt worden. „Die Investition des privaten Trägers zeigt, dass Vohwinkel ein hochattraktiver Stadtteil für die Ansiedlung junger Familien ist“, betont Kühn. Diesbezüglich verweist er auch auf die Bemühungen der Kommune.

In den vergangenen Jahren flossen erhebliche Mittel in die städtischen Kindertagesstätten im Stadtteil. Dazu gehört der Neubau an der unteren Ehrenhainstraße. Dieser ist für rund 100 Kinder ausgelegt. Die Kita auf dem ehemaligen Hallenbad-Gelände ist das Vorzeigeprojekt der Stadt in Vohwinkel. Dafür wurde mit 3,5 Millionen Euro kräftig investiert. Der Bedarf an Kita-Plätzen im Wuppertaler Westen ist aber für die Stadt immer noch nicht gedeckt. „Nach dem Bau ist für uns immer vor dem Bau“, sagt Stefan Kühn. Daher will die Stadt auch die ehemalige Grundschule Yorckstraße langfristig zu einer Kindertagesstätte umwandeln. „An diesen Plänen halten wir fest“, stellt Kühn klar. Bis zur Umsetzung wird es laut Stadt aber noch einige Jahre dauern. Angesichts des weiter vorhandenen Bedarfs gibt es für den Sozialdezernenten keine Konkurrenz zum aktuellen Projekt des privaten Trägers. Das sieht auch Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD) so. „Wenn das wirtschaftliche und pädagogische Konzept stimmt, ist die neue Kita an der Gräfra-ther Straße für Vohwinkel ein Gewinn“, findet er. Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter:

stepke-kitas.de

Mehr von Westdeutsche Zeitung