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Kinderschutzbund verteilt 70.000 Masken an Wuppertals Gesamtschulen

70 000 Mund-Nase-Bedeckungen gespendet : Kinderschutzbund verteilt Masken

Der DKSB fordert vom Land kostenlose Schutzmittel für Schüler. Die jetzt überreichten Alltagsmasken reichen gerade einmal für sieben Schulen.

Der NRW-Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) fordert seit Langem kostenlose Alltagsmasken für Kinder und Jugendliche in den Schulen. Um seine Forderung zu unterstreichen, überreichte der DKSB in der Gesamtschule Langerfeld jetzt 70 000 Alltagsmasken, von wo aus sie auch an andere Schulen weitergegeben werden sollen.

„Mund-Nasen-Bedeckungen müssen in ausreichender Zahl in den Klassenräumen vorhanden sein“, betont DKSB-Landesgeschäftsführerin Krista Körbes. Sie ist froh, dass die Masken von kooperierenden Unternehmen an den Kinderschutzbund gespendet wurden. So konnten alle sechs Wuppertaler Gesamtschulen und das Johannes-Rau-Gymnasium ausgestattet werden. Jeweils rund 8000 Exemplare gingen dabei an die teilnehmenden Schulen.

„Damit kommen wir sicherlich bis Ostern aus“, sagt Claus Baermann optimistisch. Der Schulleiter der Gesamtschule Langerfeld freut sich über die Aktion, denn viele Schüler tragen ihre Masken teilweise über die gesamte Woche. „Und Keime entstehen darunter schon, wenn sie nur mehrere Stunden lang getragen wird“, ergänzt Körbes. Ein mehrfaches Wechseln der Maske an einem Schultag sei dringend notwendig, sagt sie. Viele Eltern seien aber nicht in der finanziellen Lage, regelmäßig für neue Alltagsmasken zu sorgen, beschreibt Körbes den Grund für die Aktion. „Während einige Eltern ihren Kindern FFP2-Masken kaufen können, haben andere Schwierigkeiten bei der Anschaffung des gewöhnlichen Mund-Nasen-Schutzes“, sagt sie.

Die Hygiene-Regeln werden an den Schulen auch über das Masketragen hinaus groß geschrieben. So gibt es an der Gesamtschule Langerfeld Desinfektionsmittel-Spender. An der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule will man möglichst offen mit dem Thema Corona umgehen. Laut Torsten Peters, stellvertretender Schulleiter, hätten mit Corona infizierte Lehrer im Unterricht erzählt, wie sie die Krankheit erlebt haben, um für ein besseres Verständnis zu sorgen“, berichtet er. Peters schätzt die Maskenspende des Kinderschutzbundes sehr, denn an der „Else“ gebe es viele Eltern, die sich einen regelmäßigen Maskenkauf schlichtweg nicht leisten können.

„Die Forderung an das Land NRW bleibt“, erklärt Krista Körbes. Sie hofft, dass das Land in naher Zukunft selbst kostenlos Masken an die Schulen austeilt.