Mobilität: Keine Radler-Abkürzung am Fingscheid

Mobilität : Keine Radler-Abkürzung am Fingscheid

Bezirksvertretung lehnte Vorschlag zur Wegführung auf wenigen Metern im Gegenverkehr ab.

Radfahrer, die vom Kothen auf die B7 hinab wollen, haben über die Straße Fingscheid beinahe eine direkte Verbindung. Aber wenn sie auf die Wittensteinstraße kommen, müssen sie auf der Einbahnstraße nach rechts einen weiten Umweg nehmen. Nach links wären es nur wenige Meter, bis sie in die Adolfstraße einbiegen können, die weiter direkt zur B7 führt. Viele Radler nutzten diesen Weg bereits „illegal und unter Gefährdung“, wie es in der Vorlage der Verwaltung heißt.

Deshalb wollte die Stadt diese wenigen Meter für Radfaher freigeben und ein kurzes Stück Radweg einzeichnen. Dieser sollte zur besseren Sichtbarkeit für Autofahrer mit einer kleinen Insel von der Fahrbahn getrennt, dazu ein blaues Schild mit Pfeil („Vorbeifahrt rechts“) aufgestellt werden. Durch die Markierung bis in die Adolfstraße sollte den Radfahrern deutlich werden, dass sie auch nicht auf der Wittensteinstraße weiter Richtung Westen fahren können.

Doch die Stadtteilpolitiker kritisierten das. So erklärte unter anderem Roland Rudowsky (SPD), dass vor allem Lkw bei der Einfahrt zu der dort liegenden Firma durch die Insel und das Schild behindert würden. „Das Schild würde bald weg sein“, befürchtete er. Ähnlich äußerte sich Horst Almenräder (CDU).

Claudia Radtke von den Linken und die Grünen-Vertreter Ilona Schäfer und Axel Frevert begrüßten den Vorschlag, verwiesen auf den sonst notwendigen Umweg. Auch im Verkehrsausschuss sei der Vorschlag positiv diskutiert worden, hieß es. Aber die Mehrheit der Bezirksvertreter stimmte gegen die drei Befürworter und zwei Enthaltungen gegen den Vorschlag.

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