Kaufen in Wuppertal ist günstiger als Mieten

Immobilien : Kaufen ist in Wuppertal günstiger als Mieten

Laut einer Studie sparen Käufer einer Immobilie 37 Prozent gegenüber Mietern.

Wer auf der Suche nach einem Eigenheim ist und nicht mehr Miete zahlen möchte, der scheint in Wuppertal inzwischen im Vorteil zu sein, was die Kosten angeht: „Kaufen in Wuppertal ist billiger als Wohnen“, lautet zumindest das Ergebnis der dritten Studie „Wohnen in Deutschland“.

Die Studie wurde im Auftrag der Sparda Bank vom Beratungsunternehmen IW Consult aus Köln und dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) durchgeführt. Am Donnerstag stellte Swidbert Obermüller, Regional-Leiter der Sparda-Bank in Wuppertal, die aktuellen 18 Wohnkennziffern Wuppertals vor.

Erschwinglich im
bundesweiten Vergleich

Demnach sparen laut der Studie Käufer einer Immobilie ungefähr 37 Prozent gegenüber Mietern (Zahl von 2017). Bei durchschnittlich 160 Quadratmetern an Wohnraum bezahlt ein Käufer in Wuppertal gut 264 000 Euro zu einem Quadratmeterpreis von rund 1645 Euro. Bundesweit gelten die Immobilien mit dieser Preislage als erschwinglich. Denn insgesamt bekämen die Wuppertaler Eigentümer damit weitaus mehr Wohnfläche als im gesamten Rest von Nordrhein-Westfalen (129 Quadratmetern). Zum Vergleich: In Düsseldorf und Köln bekäme der Käufer für einen vergleichbaren Preis nur 73 bis 76 Quadratmeter.

Allerdings zeige die Studie auch, dass besonders im Westen Deutschlands immer weniger neuer privater Wohnraum entsteht. So liegt die Stadt Wuppertal mit 1,6 Baugenehmigungen und 1,7 Wohnungsneubauten je 1000 Bestandswohnungen weit unter dem Bundesdurchschnitt von je 7,6 Baugenehmigungen und 6,7 fertiggestellten Wohnungsneubauten.

„Bei uns in Wuppertal herrscht großer Bedarf an kleineren Wohnungen für Single- oder Zwei-Personen-Haushalten, sowie an Wohnraum für junge Familien“, sagt Obermüller. „Daher muss alles dafür getan werden, dass in diesem Segment schnell mehr erschwingliche Wohnungen gebaut werden.“

Oft ginge es den Kunden beim Kauf auch um die Altersvorsorge. Denn die eigene Immobilie sei besonders bei kleineren Renten die bessere Alternative.

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