Katholische Kirche: Keine Verwaltung in Wuppertal

Immobilien : Katholische Kirche verlässt mit ihrer Verwaltung Wuppertal

Das Erzbistum Köln zieht nicht in das Postgebäude am Kleeblatt.

Die katholische Kirche hat sich am Mittwochabend gegen Wuppertal als Standort für die neue Regionalverwaltung mit 110 Mitarbeitern entschieden. Nach einer Umstrukturierung plant das Erzbistum Köln für die Region einen gemeinsamen Verwaltungssitz (Rendantur) für Wuppertal, Solingen, Remscheid, Düsseldorf und den Kreis Mettmann (die WZ berichtete). In der engen Auswahl für den Standort stand neben einer Fläche in Erkrath das derzeit leerstehende ehemalige Postgebäude am Kleeblatt.

Stadtdechant Bruno Kurth war sehr daran gelegen, die Kirchenverwaltung und die damit verbundenen Mitarbeiter in Wuppertal zu halten. „Ich bedauere es sehr, dass es uns nicht gelungen ist, einen geeigneten Standort in Wuppertal zu finden.“ Derzeit sitzt die katholische Kirchenverwaltung für das Bergische Land an der Friedrich-Ebert-Straße 22.

Kurth sagte, dass Immobilien-Eigentümer Clees fair in die Verhandlungen gegangen sei. Doch am Ende hätten Erzbistum Köln und Vermieter bei den Konditionen nicht zusammen gefunden. Es gab auch eine zeitliche Hürde: Laut Stadtdirektor Johannes Slawig ist der Bebauungsplan des Postgebäudes noch nicht geändert worden. Die Kirche brauchte aber Planungssicherheit. Da konnte man in Erkrath punkten. Kurth sagt: „Für Erkrath spricht der Preis. Zudem ist dort der notwendige Umbau günstiger.“

Die Kirche suchte einen Standort mit guter Verkehrsanbindung, weil die Mitarbeiter der künftigen Regionalverwaltung aus verschiedenen Städten kommen. Die Wirtschaftsforderung lieferte eine nur kurze Liste an Vorschlägen, bei denen letztlich für das Erzbistum nur das ehemalige Postgebäude alle Kriterien zu erfüllen schien.

Slawig wundert das nicht: „Es gibt zwar viele Leerstände. Aber wir haben nicht so viele Bürostandorte in zentraler Lage mit schneller Verfügbarkeit.“ Und: „Ich bedauere die Entscheidung der Kirche sehr. Wir werden Arbeitsplätze verlieren und keine neuen dazu gewinnen.“ neuk

Mehr von Westdeutsche Zeitung