Katholische Bildungsstätte: Neue Räume, neue Inhalte

Katholische Bildungsstätte: Neue Räume, neue Inhalte

Katholische Bildungsstätte für Familien ist umgebaut — und erneuert jetzt auch ihr Programm.

Barmen. Bilder und Vorhänge fehlen noch, entsprechend schallt es in den Räumen. Auch der intensive Geruch von frisch aufgetragener Farbe hat sich noch nicht komplett verflüchtigt. „Das Wichtigste war, pünktlich zum Kursbeginn fertig zu sein“, sagt Kerstin Murges-Kemper. Seit Januar 2010 ist sie Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte — und mitverantwortlich für die planmäßige Realisierung der Umbaumaßnahmen der Räume an der Bernhard-Letterhaus-Straße. Stolz präsentierten die Mitarbeiter nun das frisch sanierte Domizil.

Punktgenau zum 21. Januar dieses Jahres waren die umfangreichen Renovierungsarbeiten beendet. Aus dem vormaligen Nähraum im Erdgeschoss ist jetzt ein komplett neu strukturierter Eltern-Kind-Raum geworden. Nicht nur Beleuchtung und Farbgestaltung wurden erneuert. „Wir haben vorher mit dem Schreiner gesprochen, welche Abmessungen in den Einzelschränken nötig sind“, erklärt Annette Welter, pädagogische Mitarbeiterin.

Stillkissen, aufblasbare Planschbecken, Bälle und Matten finden jetzt ihren konkreten Platz. Auch das ist neu, Fotos in den Innenseiten der Türen dokumentieren, wo welches Accessoire abzulegen ist. Der Nähkurs, Dauerbrenner im Kursprogramm der katholischen Familienbildungsstätte, findet neuerdings im Multifunktionsraum im Keller statt.

Neu sind außerdem ein Wickelraum in der ersten Etage und die Teeküche. Neben den kosmetischen Veränderungen sind die insgesamt acht Kursräume deutlich funktionaler geworden, wie Kerstin Murges-Kemper erklärt. In Bauphase eins wurden seit Sommer 2010 neben den sanitären Anlagen auch die veralteten Stromleitungen saniert. Jetzt erlauben spezielle Medien- und Vortragsräume Präsentationen und Lehrveranstaltungen.

„Mit dem neuen Gesicht der Bildungsstätte werden auch inhaltlich neue Schwerpunkte gesetzt“, heißt es von offizieller Seite. Das Leben mit Kindern steht natürlich weiterhin im Mittelpunkt, auch Koch- und Hauswirtschaftskurse werden unverändert angeboten. Mit Veranstaltungen wie „Kompetent in die Öffentlichkeit“ soll berufstätigen Frauen die Chance gegeben werden, sich Fähigkeiten wie Selbstsicherheit und Rhetorik anzueignen. Neu sind ebenso die Veranstaltungen, die sich gezielt an Singles richten.

Auch mit dem Umbau geht es noch weiter. Robert Flotow, verantwortlicher Architekt, hat Pläne zur Umgestaltung des Eingangsbereichs in der Tasche. Außerdem soll ein weiterer Wickelraum im Erdgeschoss entstehen. Die Pläne sind dem Träger, dem Erzbistum Köln, vorgelegt worden — die Genehmigung steht allerdings noch aus. Ebenso wenig hat das Bistum bislang verlauten lassen, was der Umbau der Bildungsstätte gekostet hat.