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Katernberger Schulweg: Die Anwohner fordern Lösungen

Katernberger Schulweg: Die Anwohner fordern Lösungen

Bürger hatten in der Bezirksvertretung verschiedene Anträge gestellt und auf mehr Antworten gehofft.

Katernberg. Nein, wirklich zufrieden waren die anwesenden Anwohner des Katernberger Schulwegs nach der Sitzung der Bezirksvertretung Uellendahl Katernberg nicht. Mehrere Bürgeranträge hatten sie eingereicht, die die aus ihrer Sicht schwierige und gefährliche Verkehrssituation am Katernberger Schulweg zum Thema hatten. Ergebnisse hätten sie sich gewünscht, doch die gab es nur teilweise. „Das sind die gleichen Antworten, die wir schon seit Jahren hören“, meinte eine Besucherin und wies damit darauf hin, dass die Anwohner schon lange die Problematik anprangern. Denn vor allem im Hinblick auf die geforderte Verkehrsuntersuchung sei man, so die Kritik, auch diesmal vertröstet worden. Die sei aber nötig, um überhaupt Lösungen erarbeiten zu können.

Der Katernberger Schulweg werde von immer mehr Autofahrern als Abkürzung genutzt, sei dafür aber gar nicht ausgelegt. Es müsste, so wurde in dem ersten Antrag formuliert, eine Möglichkeit gefunden werden, die Straße für den Durchgangsverkehr zu sperren oder ein intelligentes Einbahnstraßensystem nach dem Vorbild der Nordstadt, das es einfach unattraktiv mache, die Straße zu nutzen. Denn noch schicken vor allem die Navis Autofahrer auf den Katernberger Schulweg.

Die Verwaltung hatte in der Vergangenheit stets argumentiert, bevor es die Untersuchung gibt, müssten erst die Fahrbahnarbeiten an der Nevigeser Straße beendet sein, um verlässliche Zahlen zu bekommen. „Und die Arbeiten sind fertig, dachten wir“, so die Anwohnerin. Die Stadt sieht das aber anders (siehe rechts), wie in einem Zwischenbericht an die BV zu lesen war, und überraschte damit nicht nur die Antragssteller, sondern auch einige Bezirksvertreter. „Ich gebe Ihnen recht, das hat sehr lange gedauert“, zeigte Andreas Zenz (SPD) Verständnis gegenüber den Antragstellern, betonte aber auch, dass die BV unter diesen Umständen noch keine Entscheidung treffen könne.

Es sei „kein Abwürgen heute“, erklärte Michael Telian als Vertreter des OB in der Sitzung den Anwohnern. Die Verwaltung versuche, für April eine Vorlage für die BV zu erarbeiten, in die Anträge der Bürger einfließen sollen.

Einen Dämpfer erhielten die Anwohner auch bei ihrer Forderung nach Geschwindigkeitskontrollen. Zwar hatte einer der Antragssteller in seinem kurzen Vortrag anschaulich den „unhaltbaren Zustand“ geschildert, dass in der Wahrnehmung der Nachbarn gut 30 Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs sind. Der anwesende Vertreter der Polizei hielt aber mit Zahlen dagegen. In den vergangenen 14 Monaten habe es neun Unfälle gegeben — ohne einen Verletzten. Der Katernberger Schulweg sei kein Unfallschwerpunkt. Nichtsdestotrotz wurde in der Sitzung vorgeschlagen, zumindest Geschwindigkeitsmessungen zu machen, die zeigen sollen, ob später auch Kontrollen möglich sind. Zudem soll geprüft werden, ob das BV-eigene Tempodisplay in Zukunft auch an dieser Straße aufgestellt wird. Die Anwohner, das wurde am Ende deutlich, hatten auf mehr gehofft.