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Katernberger Schulweg: Anwohner klagen gegen die Stadt Wuppertal

Bebauung : Katernberger Schulweg: Anwohner klagen

In der Nachbarschaft gibt es Widerstand gegen den Bau von Wohnhäusern - und es ist nicht der einzige Kritikpunkt an der Verwaltung.

. Das Wohnprojekt neben dem alten Schulungszentrum am Katernberger Schulweg stößt auf Widerstand (die WZ berichtete). Jetzt haben Anwohner Klage gegen die Stadt Wuppertal eingereicht. Sie kritisieren die Baugenehmigung und die „massive Verdichtung“, die durch dieses und ähnliche Bauvorhaben am Katernberg erreicht werde. Zudem, so ein Sprecher der Anwohner, dürfe es nicht angehen, dass die Verwaltung aufgrund Personalmangels einen Bebauungsplan für den Bereich, in den auch das beanstandete Projekt falle, nicht bearbeiten könne.

Hintergrund ist, dass eine Sachbearbeiterin aufgrund ihrer Elternzeit schon länger ausfällt und vermutlich vor September nicht mit ihrer Rückkehr zu rechnen ist. Dadurch liegt der B-Plan, der eigentlich die Wohnbebauung im Bereich In der Beek/In den Birken/Katernberger Schulweg besser steuern soll, auf Eis.

Laut Verwaltung, so hieß es zuletzt, seien aber keine weiteren Bauvoranfragen für diesen Bereich eingegangen, die den Intentionen der Verwaltung zuwider laufen würden. Und was das Projekt am Katernberger Schulweg angehe, da liefen die Planungen schon vor Start des B-Plan-Verfahrens. Das wiederum sehen die Anwohner anders. Wohl mit eine der Fragen, die vor dem Verwaltungsgericht eine Rolle spielen könnten. Aktuell wolle man sich im Rathaus allerdings nicht zum laufenden Verfahren äußern, mit Hinweis darauf, dass es sich um ein privates Vorhaben handele.

Geplant sind am Katernberger Schulweg ein Mehrfamilienhaus mit fünf Einheiten, dazu zwei Bungalows mit jeweils drei Wohneinheiten. Aus Sicht der Stadt sei das auch annehmbar, so die Stellungnahme im November. Mit dem Investor seien viele Gespräche geführt worden. Er schafft unter anderem doppelt so viele Parkplätze wie vorgeschrieben. Pro Wohneinheit wird es zwei Pkw-Stellplätze in einer der drei Tiefgaragen geben, wie der Wuppertaler gegenüber der WZ angekündigt hatte. Ein Punkt, der auch von einigen Anwohnern positiv aufgenommen wurde. Und die Nachfrage nach den Wohnungen sei groß, wie der Investor damals bereits gegenüber unserer Zeitung erklärte: Damals waren schon alle Wohnungen vermietet. est