Katernberg: Die Ideen gehen nicht aus

Katernberg: Die Ideen gehen nicht aus

Nach dem Ausscheiden der Quartiersmanagerin übernehmen die Bürger.

Katernberg. Ende des Monats ist Schluss für Andrea Knoll als Quartiersmanagerin Eckbusch/Siebeneick. Das NRW-Projekt Altengerechte Quartiersentwicklung läuft bekanntlich aus. Knoll, bislang über die Awo angestellt, wird ab 1. Juli im Auftrag der Stadt ihre Arbeit in den Quartieren Uellendahl/Höhe fortsetzen — dort mit dem Schwerpunkt Integration von Geflüchteten. Doch auch am Katernberg wird die Projektarbeit fortgesetzt — von den Bürgern. „Darüber freue ich mich sehr“, sagt Knoll. Das sei schließlich auch ein Ziel des Projektes gewesen.

Die Ideenschmiede Katernberg wird sich zum Beispiel weiterhin einmal im Monat treffen. Über die Aktivitäten im Quartier informiert seit einiger Zeit der E-Mail-Newsletter der Ideenschmiede, der sich sehr bewährt habe, lobt Knoll. Unterstützung erhielt die Ideenschmiede dafür jetzt auch von der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg, die 284 Euro aus ihren freien Mitteln dazugab. Durch das Geld wird der Anbieter, der Newsletter zur Verfügung stellt, für ein Jahr finanziert. „Es ist ein Testlauf“, erklärt Knoll. Aktuell gebe es etwa 330 Abonnenten. Bis Jahresende peile man die 1000 an. Für den Antrag war die Ideenschmiede eine Kooperation mit dem Bürgerverein Eckbusch eingegangen.

Seit kurzem gibt es zudem einen „analogen“ Newsletter: Die Litfaßsäule, die in der Backstube Polick, Nevigeser Straße 316, aufgestellt wurde. Bürger vom Katernberg können sich und andere dort informieren, zum Beispiel über Nachbarschaftsaktivitäten oder Veranstaltungen. Auch eine Rubrik „Suche/Biete“ ist geplant. Für die Säule steuerte die Bezirksvertretung ebenfalls 276 Euro bei. Den Rest übernahmen die Bäckerei sowie die Schreinerei Diestelmann.

Das Engagement der Katernberger sieht auch Bezirksbürgermeisterin Gabriela Ebert (SPD) positiv. „Es ist gut, dass das fortgeführt wird.“ Denn das Quartier hatte bekanntlich vor einiger Zeit einen herben Rückschlag erlitten. Das Projekt Bürgerladen Katernberg dort war gescheitert, weil das vorgesehene Ladenlokal nicht mehr zur Verfügung stand. Auch die Etablierung eines Bürgervereins — ähnlich wie am Eckbusch — war bislang nicht von Erfolg gekrönt. Dafür trägt die Arbeit der Ideenschmiede nun erste Früchte.

“ Anmeldungen zum Newsletter unter: wir-im-quartier.com/katernberg

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