Junior Uni: Kinder blicken spielend in die Zukunft

Junior Uni: Kinder blicken spielend in die Zukunft

Beim Sommerfest hatte der Nachwuchs Gelegenheit zum Experimentieren.

Wuppertal. Melina strahlt: „Es fährt wirklich“, ruft die Sechsjährige ihren Eltern zu. Prompt stellt sie ihr selbst gebasteltes Solarauto erneut unter den Scheinwerfer. Tatsächlich: Das kleine Styroporvehikel nimmt Fahrt auf, bis es von der Tischkante purzelt.

Beim Sommerfest der Junior Uni, das am Sonntag auf der Hardt gefeiert wurde, waren die Kinder gefragt: An 20 Ständen konnten sie Experimente zu den Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und regenerative Energien vornehmen — ganz zur Freude von Nicolas: „Hier kann man etwas ausprobieren und muss nicht nur zuschauen“, sagt der Siebenjährige, während er mit einem Messgerät die Spannung einer Apfelbatterie misst. Der Voltzeiger schlägt aus. „Auch wir lernen durch die Junior Uni noch viel“, sagt Mutter Beate Mysliwietz.

Für andere bietet die Einrichtung die Chance, ihr Wissen weiterzugeben. So erklärt Philip Elspas (18) einigen Jungs, wie ein Recyclingroboter funktioniert: Durch eine Lichtschranke sortiert er Bälle nach ihrer Farbe. Mit vier Klassenkameraden gibt der Gymnasiast Kurse an der Junior Uni. „Es macht Spaß, den Kindern das, was man in der Schule gelernt hat, weiterzugeben.“

Wenige Meter weiter zeigt Arnold Schoger den Powerhof: Mit zehn Kindern im Grundschulalter hat er einen Modellhof aus Holz gebastelt, den er und die Junior-Studenten mit regenerativen Energien ausgestattet haben. Ina Krumsiek lobt: „Die Kinder machen sich so auf spielerische Weise ein Bild von ihrer Zukunft“, erklärt die Prokuristin der Junior Uni. Sie ist mit der Resonanz des Sommerfestes sehr zufrieden: Einige tausend Neugierige zählten die Organisatoren. Die Junior Uni boomt: Alle 350 Plätze der Kursangebote in den Sommerferien seien bereits ausgebucht, schon 200 Kinder stehen auf Wartelisten, erklärt Krumsiek.

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