1. NRW
  2. Wuppertal

Junior Uni als Entscheidungshilfe

Junior Uni als Entscheidungshilfe

Pia Brockmann und Cedrik von der Beeck wussten nach dem Abitur nicht, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollten. Ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Junior Uni hilft ihnen bei der Orientierung.

Cedrik von der Beeck und Pia Brockmann wussten nach dem Abitur nicht, welchen Berufsweg sie einschlagen wollten. Deshalb begannen sie im September ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Junior Uni. Durch ihre Aufgaben dort haben sie nun gemerkt, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Im WZ-Gespräch erzählen sie, warum das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) für sie die richtige Entscheidung war.

Foto: Stefan Fries

Bereits seit 2010 können Schüler nach dem Ende ihrer Schulzeit das FSJ an der Junior Uni absolvieren. Bis die Einrichtung in den Campus Am Brögel zog, konnte die Junior Uni eine Stelle anbieten. Durch den Umzug wurde das Kurs- und damit auch das Aufgabenspektrum größer. Nun werden jährlich zwei junge Menschen gesucht, die dort ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Viele Teilnehmer bleiben auch danach der Junior Uni erhalten. Am 31. März endet die Bewerbungsfrist für den Einstellungsjahrgang 2018.

Jeden Tag übernehmen die beiden andere Aufgaben. Häufig sind sie damit beschäftigt, den Außenbereich in Schuss zu halten, die Tiere zu versorgen oder Dozenten bei den Kursen zu helfen. Vieles können und sollen sie eigenständig durchführen. „Hier passiert alles mögliche auf einmal“, sagt Pia. Überfordert seien sie dadurch aber nicht. „Alle sind super nett, es ist eine schöne Arbeitsatmosphäre“, sagt Cedrik von der Beeck. Jeder würde den anderen unterstützen — auch die FSJler.

Zusätzlich arbeiten sie über das ganze Jahr an einem eigenständigen Projekt. Er berichtet: „Zum zehnjährigen Jubiläum plane ich eine Junior-Uni-Challenge.“ Dabei ginge es um die Verknüpfung von Kreativität und Naturwissenschaft. Ausgerichtet wird der Wettbewerb Ende Juni. Pia Brockmann will in den Sommerferien eine Diskussionsrunde zum Thema Diskriminierung im Alltag durchführen. „Ich kenne das Thema durch Menschen in meinem Umfeld“, sagt sie. Derzeit optimiere sie noch das Kurskonzept.

Die Junior Uni ist stolz auf die beiden. „Sie sind sehr zuverlässig und eine große Bereicherung für uns“, sagt Pressereferentin Karin Röhrich. „Man braucht ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit für die Umgebung“, erklärt Pia Brockmann. Doch durch das FSJ-Konzept gebe es die Möglichkeit, sich in vielen Berufsmöglichkeiten auszutesten. Vor dem FSJ hatten beide keinen Durchblick. Jetzt wissen sie: Es soll ein Studium werden. „Vielleicht in der Biologie, auf jeden Fall etwas Naturwissenschaftliches“, sagt Cedrik von der Beeck. Pia Brockmann: „Ich interessiere mich für den Finanzsektor oder für den Studiengang Verkehrswirtschaftsingenieurwesen.“