Jubiläum: Diakonie feiert Geburtstag mit Tänzen und Trommeln

Jubiläum: Diakonie feiert Geburtstag mit Tänzen und Trommeln

Das Fest zum 90-jährigen Bestehen der Diakonie war auch eine Messe der vielen Hilfs- und Beratungsangebote in Wuppertal.

Wuppertal. Wo finden junge Familien Unterstützung, was können Senioren in der Freizeit unternehmen? Welche Angebote gibt es für Menschen mit Behinderungen — und wie werden Jugendliche fit gemacht für den Beruf?

Antworten auf diese und weitere Fragen gab es Freitag beim großen Geburtstagsfest der Diakonie Wuppertal auf dem Elberfelder Kirchplatz — und neben Unterhaltung und Musik auf und vor der Bühne gab es dabei auch jede Menge Informationen zu den vielfältigen Hilfs- und Beratungsangeboten.

Außerdem trafen sich an den vielen Ständen zahlreiche haupt- und ehrenamtlich tätige Diakonie-Mitarbeiter der unterschiedlichsten Fachbereiche und machten den Kirchplatz zum Ort des Austauschs und der Begegnung der engagierten Helfer.

Zu ihnen gehörte Freitag auch Gudrun Winkels-Haupt von der Evangelischen Familienbildung. Sie ist seit 18 Jahren bei der Diakonie aktiv und noch immer sichtlich motiviert: „Auch wenn die Diakonie im Laufe der Zeit größer und größer wurde — sie ist nach wie vor an der Basis, nah bei den Menschen.“

Das bekräftigte auch Diakoniedirektor Martin Hamburger in seiner Begrüßung: „90 Jahre soziale Verantwortung in christlichem Auftrag, so lässt sich zusammenfassen, was Diakonie in unserer Stadt leistet. Und wir sind unserem Auftrag immer treu geblieben: Nämlich uns um die Menschen zu kümmern, die auf Hilfe angewiesen sind.“

Dass dies noch lange so bleibt, hofft auch Mitarbeiter Patrick Mauczok von der Evangelischen Beratungsstelle, zu der unter anderem die Paar- und Lebensberatung gehört: „Die Nachfrage ist groß, und die Beratungsstelle leistet wichtige Arbeit“, sagt er — auch vor dem Hintergrund der jüngsten Einsparungen bei Fachbereichen der Diakonie. Noch mehr Stellenreduzierungen dürfe es auf keinen Fall geben, „sonst müssen Hilfesuchende einfach zu lange warten“.

Superintendentin Ilka Federschmidt würdigte die Arbeit der Diakonie, die sich „zu einem beachtlichen und stattlichen Unternehmen“ entwickelt habe als „Teil unserer Kirche“ und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit von Gemeinden und Diakonie.

Viele weitere Diakonie-Einrichtungen waren Freitag auf dem Kirchplatz vertreten, unter anderem das Betreute Wohnen für Menschen mit Behinderungen, der Sprachvermittlungsservice Sprintpool, das Diakoniezentrum Friedrich von Bodelschwingh, das Helmut-Hesse-Haus, Übergangswohnheim für psychisch Kranke, sowie Angebote des Diakoniezentrums Barmen.

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