Jubiläum: Bayer beschenkt die Wuppertaler

Jubiläum: Bayer beschenkt die Wuppertaler

Zum 150. Geburtstag spendiert das Unternehmen der Stadt eine Skulptur von Tony Cragg.

Wuppertal. „In Wuppertal hat am 1. August 1863 eine Erfolgsgeschichte begonnen“, sagt Professor Dr. Wolfgang Plischke. Das Vorstandsmitglied der Bayer AG war am Donnerstag zum Zoo gekommen, um anlässlich des 150. Unternehmens-Geburtstags der Stadt ein besonderes Geschenk zu machen: eine Skulptur des britischen Künstlers Tony Cragg zu Ehren des Nobelpreisträgers Gerhard Domagk.

„Wir möchten damit einen der herausragendsten Forscher unserer Bayer-Geschichte ehren“, sagte derder Wuppertaler Standortleiter Dr. Klaus Jehlich bei der Enthüllung der Skulptur vor den Zoo-Sälen — und damit gleich gegenüber des ehemaligen Wohnhauses der Familie Domagk. „Außerdem wollen wir mit diesem eindrucksvollen Geschenk auch unsere Wertschätzung gegenüber der Stadt und Bürgern zum Ausdruck bringen.“

Die 2,50 Meter hohe Bronzeplastik würdigt den Bayer-Forscher Domagk, der 1935 in Wuppertal die antibakterielle Wirkung der Sulfonamide entdeckte. Tony Cragg habe Erinnerndes und Zukunftweisendes in einem Kunstwerk zusammengefasst, sagte Wolfgang Plischke: „Die Skulptur berührt mich sehr. Einerseits gibt sie mit künstlerischen Mitteln den Forscher und sein Ringen mit der Krankheit wieder, andererseits strahlt sie Dynamik aus und macht neugierig auf das, was es noch zu entdecken gibt. Das alles erinnert mich sehr an die Arbeit des Forschers.“

Das Geschenk nahmen Dr. Joachim Schmidt-Hermesdorf, Vorsitzender des Kunst- und Museumsvereins, und Bürgermeister Jan-Phillip Kühme (CDU) entgegen: „Wir sind stolz darauf, Bayer zu den Wuppertaler Unternehmen zählen zu dürfen“, sagte Kühme.

Und das ist Bayer in der Tat: 1863 im Wuppertaler Osten gegründet, entwickelte sich die zunächst kleine Farbenfabrik zu einem Weltkonzern. Bayer in Wuppertal ist heute ein reiner Pharmastandort mit 2500 Mitarbeitern, an dem pharmazeutische Wirkstoffe erforscht, entwickelt und produziert werden, so Wolfgang Plischke: „Um sich für die weiter wachsenden Aufgaben zu rüsten, investieren wir allein in diesem Jahr rund 170 Millionen Euro in den Standort Wuppertal.“

Neben dem 150. Gründungstag feiert Bayer in diesem Jahr auch das 125-jährige Bestehen der Bayer-Pharmaforschung, die ihren Ursprung ebenfalls in Wuppertal nahm: In Forschung und Entwicklung werden laut Plischke in diesem Jahr drei Milliarden Euro investiert. „Es ist das größte Budget unserer Branche in Deutschland.“

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