Jetzt geht’s los: Wuppertal feiert zwei Kilometer Trasse

Jetzt geht’s los: Wuppertal feiert zwei Kilometer Trasse

Samstag wird das erste Teilstück der Nordbahntrasse eröffnet. Die WZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Welches Teilstück der Nordbahntrasse ist fertig gestellt?

Gefeiert wird am Wochenende die Eröffnung des ersten, zwei Kilometer langen Teilstücks zwischen Buchenstraße und Bahnhof Ostersbaum. Am Bahnhof Loh beginnt am Samstag, 5. Juni, um 14 Uhr das Trassenfest mit Musik und Draisinenfahrten. Fahrräder und Inline-Skates sind ausdrücklich erwünscht.

Offiziell sieht die Planung 39 Zugänge vor. Deren Ausbau - einschließlich barrierefreier Zugang - ist in der Gesamt-Finanzierung mit etwa einer halben Million Euro enthalten. Der aufwändigste Einstieg mit Kosten von veranschlagten 100.000 Euro wird an der Schleswiger Straße errichtet. Dort muss eine Steigung von sechs Prozent überwunden werden. Darüber hinaus werden vor allem die historischen Trassenzugänge an den Bahnhöfen genutzt. Allein auf dem jetzt fertig gestellten Teilstück gibt es regulär vier Zugänge. Drei zusätzliche Zugänge sollen auf Privatinitiative entstehen. Laut Wuppertal Bewegung können Anlieger an der Trasse eigene Einstiege umsetzen. Kein Geld gibt es für den Ausbau von Radwegen im Stadtgebiet zur Trasse. Zuletzt war dies Thema in der Bezirksvertretung Oberbarmen.

Mit dem ÖPNV ist die Nordbahntrasse natürlich auch zu erreichen. Viele Bahnhöfe befinden sich traditionell in der Nähe von Bushaltestellen. Nach Angaben der Wuppertal Bewegung ist kein Bahnhof weiter als 150 Meter von der nächsten Bushaltestelle entfernt. Nach Mitteilung der Stadtwerke prüfe man zudem, was bei der "Andienung der Trasse machbar" sei.

Aufgrund der Auseinandersetzungen mit dem BUND wegen der Fledermaus-Populationen stellen die Tunnels (vor allem Engelnberg und Schee) das größte Hindernis beim Trassenbau dar. Aufwändig ist auch die Viadukt- und Brückensicherung. Laut Wuppertal Bewegung wird auch die Fertigstellung der Brücken am und im ersten Teilstück noch einige Wochen dauern, da für sie eigens Betonplatten gegossen werden müssen. Zur Eröffnung am Samstag werden aber alle Brücken geöffnet sein.

Die Gespräche mit der Bezirksregierung für weitere Genehmigungen laufen schleppend, sollte sich der BUND Wuppertal mit Forderungen nach Tunnelschließungen durchsetzen, ist das ganze Projekt gefährdet.

Mehr von Westdeutsche Zeitung