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Jazz-Meeting: Zehn Jahre und kein bisschen leise

Jazz-Meeting: Zehn Jahre und kein bisschen leise

Die bergische Jazz-Szene gibt sich am Freitag im Café Ada die Ehre.

Wuppertal. „Dass diese Idee zehn Jahre tragen würde, hätten wir anfangs nicht gedacht.“ Verhalten erinnert sich Rainer Widmann an die Anfänge des Jazz-Meetings 2002. Entgegen der selbstkritischen Betrachtung des Cheforganisators feiert diese renommierte Veranstaltung am Freitag, 26. Oktober, ihren zehnten Geburtstag. Widmann: „Wir haben immer darauf geachtet, neue Leute und andere Stile auf die Bühne zu bringen.“

Folgerichtig wird es auch diesmal einige Novitäten zu erleben geben. Peter Brötzmann, inzwischen 71 Jahre alter Vorzeige-Saxophonist und so etwas wie der Doyen der Szene, wird zusammen mit acht Percussionisten musizieren. Vier der Schlagwerker haben ihr Studium bereits absolviert und arbeiten als Profi-Musiker, vier sind von der Bergischen Musikschule aus der Klasse Professor Roderburgs — eine spannende Kombination aus Jung und Alt.

Die Musik, die Brötzmann und die Jung-Musiker interpretieren, hatte die Jazz-AG Wuppertal eigens für diesen Anlass komponieren lassen. „Carolin Pook, eine talentierte Geigerin und Komponistin mit Wohnsitz New York, konnten wir dafür gewinnen“, führt Widmann aus.

Seit 1970 ist Rainer Widmann Teil der „vitalen und lebendigen Jazz-Szene-Stadt Wuppertal“. Er erinnert sich an die Vorläufer des Jazz-Meetings, die lange Suche nach einem Jazz-Club, der nie gegründet wurde, und schließlich die Idee, zumindest an einem Abend im Jahr einen fixen Termin für die bergische Jazz-Szene zu organisieren — für den das Café Ada an der Wiesenstraße dann die Heimat wurde.

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, beschreibt Widmann die Arbeit der ehrenamtlichen Organisatoren, die seit dem vergangenen Herbst am neuen Meeting gearbeitet haben. Die Künstlermischung ist bewährt: Jung neben Alt, Etabliertes neben Überraschendem, Avantgardistisches neben Ungehörtem. Am Freitag werden die Bergische Brass-Band, der mehrfach zum deutschen Meister gekürte Poetry-Slammer Patrick Salmen, die Jazz-Rocker von Maceedo Grovve Square, das Trio von Markus „Chancy“ Gärtner, der Didgeridoo-Spieler Marvin Dillmann sowie eine Formation um Pianist Ulrich Rasch am Start sein.

Zu den Glanzlichtern des Abends gehört zweifellos ein Auftritt der sich eigens für diesen Anlass wiederformierenden Band Das Pferd um Jan Kazda und Wolfgang Schmidtke, verstärkt mit dem neuen Gitarristen Jörg Lehnhardt. Gespielt wird auf beiden Etagen des Café Ada. „Diesmal haben wir aber mehr Luft zwischen den Auftritten, da gibt es dann auch mal Pausen, um in Ruhe zu quatschen“, so Widmann. Und Freiraum für die Sinne, um all die Hörerlebnisse auf sich wirken zu lassen.

“ Das 10. Wuppertaler Jazz-Meeting im Cafe Ada, Wiesenstraße 6, beginnt am Freitag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr. Einlass ab 19 Uhr, mehr Infos auf:

www.jazzage.de