Jackstädt-Stiftung sorgt für Aufbruchstimmung im Tal

Jackstädt-Stiftung sorgt für Aufbruchstimmung im Tal

Seit zehn Jahren fördert die Stiftung soziale und kulturelle Projekte in der Stadt.

Wuppertal. Seit 2003 hat die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung 550 Projekte mit etwa 50 Millionen Euro unterstützt. Die Zwischenbilanz zehn Jahre nach der Gründung fällt beeindruckend aus, denn nahezu an allen zukunftsweisenden und erfolgreichen Projekten in der Stadt ist die Jackstädt-Stiftung maßgeblich als Unterstützer oder Impulsgeber beteiligt. Die Jackstädt-Stiftung sorgt damit auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Aufbruchstimmung in Wuppertal.

Foto: Archiv

Der Umbau von Opernhaus und Schwimmoper, die Nordbahntrasse, die Junior Uni, Sonderausstellungen im Von der Heydt-Museum, das Hospiz am Dönberg, das Kinderhospiz im Burgholz, das Frauenhaus, die Digitalisierung des Pina-Bausch-Archivs, das Lichtkunstprojekt Metalicht an der Universität oder die Aktion Bürgertal in Zusammenarbeit mit der Westdeutschen Zeitung sind nur einige Vorhaben, die gefördert wurden oder werden.

„Von 1000 Euro bis fünf Millionen Euro beteiligen wir uns an den verschiedensten Projekten und sorgen für deren Nachhaltigkeit“, sagt Rolf-Peter Rosenthal, Vorstandsmitglied der Jackstädt-Stiftung. So sei zum Beispiel auch der Betrieb der Junior Uni über Jahre hinaus gesichert. „Die Stiftung arbeitet ganz in der Tradition des 2005 verstorbenen Wuppertaler Unternehmers Werner Jackstädt, der sie 2002 ins Leben gerufen hat und sich den Menschen seiner Heimatstadt verpflichtet sah“, verrät Rosenthal.

Das Stiftungsvermögen von 200 Millionen Euro ermöglicht es Vorstand und Kuratorien, im Schnitt pro Jahr etwa drei bis fünf Millionen Euro auszuschütten. Etwa 120 Anträge gehen jährlich ein, mehr als die Hälfte werden berücksichtigt.

Das Stiftungsziel sieht neben der Förderung sozialer und kultureller Projekte in Wuppertal die Förderung der wissenschaftlichen Lehre und Forschung auf den Gebieten der Betriebswirtschaft und Medizin (Augenheilkunde, Onkologie, Nephrologie) vor — in bundesweiten Projekten.

„Wir brauchen keinen Pfennig der Zukunftsgewinne für vergebene Projekte“, beschreibt Rolf-Peter Rosenthal das solide Wirtschaften mit dem Stiftungsvermögen. Riskante Transaktionen an der Börse in Zeiten niedriger Zinsen? „Das ist nicht im Sinne des Stiftungsgründers“, so Rosenthal.

Mehr von Westdeutsche Zeitung