ISG Poststraße geht im Sommer an den Start

ISG Poststraße geht im Sommer an den Start

Gut eine Million Euro wollen die Eigentümer in die Aufwertung ihrer Einkaufsstraße stecken.

Der neue Verein ISG Poststraße/Alte Freiheit hat am Montag sein Maßnahmenkonzept an Oberbürgermeister Andreas Mucke übergeben. Gut eine Million Euro sollen in den kommenden fünf Jahren in die Aufwertung der Straße investiert werden. Im Sommer geht der Verein dann als ISG offiziell an den Start. Der Antrag auf die Gründung ist bereits gestellt.

Die rund 80 teilnehmenden Immobilieneigentümer der Straße wollen den Aufschwung nutzen, den der neue Döppersberg für die Elberfelder City bedeutet, und in den kommenden Jahren davon profitieren. Denn: Die Situation für die Geschäftsleute der Elberfelder 1A-Lage ist in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden.

Vorsitzende Eleonore Putty bestätigt: „Es fehlte eine gemeinsame Idee für die Straße, die Bürgern, Eigentümern und dem Handel als Orientierung dienen konnte.“ Sie als Einzelkämpferin mit einem Laden für Bürobedarf freue sich sehr über die „Aufbruchsstimmung, die sich gerade breit macht“. Katrin Becker, Centermanagerin der City-Arkaden und ebenfalls Mitglied im Verein, sieht in der ISG einen wichtigen Schritt nach vorne: „Der stationäre Handel muss sich gegenüber dem eCommerce abgrenzen und eigene Stärken definieren.“

Dazu planen die Eigentümer und Händler in ihrem Konzept, die Poststraße wieder zu einem Ort des Verweilens zu machen. Erstens soll die Ausstattung der Straße erneuert werden, etwa Bänke und Laternen. Zudem haben die Mitglieder bereits Ideen für ein neues Lichtkonzept zusammengetragen. Das dritte Arbeitsfeld soll die Aufwertung der Fassaden sein.

Um diese Ziele geschlossen erreichen zu können, gründeten die Eigentümer die Immobilien- und Standortgemeinschaft — kurz ISG. Das ist ein Instrument der Stadtentwicklung. Die Mitglieder haben so die Möglichkeit, sich für die Vereinbarung gemeinsamer Ziele zusammenzuschließen. Konzepte und Maßnahmen müssen mit der Stadt abgestimmt werden.

Oberbürgermeister Andreas Mucke, der die Initiative auf ihrem Weg begleitet, zeigte sich am Montag erfreut: „Wuppertal braucht bürgerliches Engagement, um lebenswert zu bleiben und sich erfolgreich entwickeln zu können.“ Die Stadt habe daher zugesagt, die Planung für ein neues Pflaster mit der ISG abzustimmen. „Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam mit der ISG-Initiative den Impuls aus dem gelungenen Umbau des Döppersbergs in die City weiter tragen könnten“, sagt Mucke. Dass die ISG die Verantwortung für Themen wie etwa die Fassadenqualität übernimmt, hob er lobend hervor.