Aktion Initiative Talbuddeln pflanzt Obstbäume am Clausen

Unterbarmen. · 21 Bäume sollen Früchte für die Stadt bringen.

 Eva Mariam Fuchs war mit Familie auch im Regen dabei. Sie ist Mitinitiatorin der Initiative Talbuddeln.

Eva Mariam Fuchs war mit Familie auch im Regen dabei. Sie ist Mitinitiatorin der Initiative Talbuddeln.

Foto: Fischer, Andreas H503840

Auf Lastfahrrädern und Schubkarren wurden die drei bis vier Meter hohen Obstbäume am Samstag in einer Kolonne zur neuen Streuobstwiese am Clausen unterhalb der Konsumstraße gebracht. Baumpaten haben die Bäume im Juni übernommen und sich über den Sommer um das Wohl der Pflanzen gekümmert, die in Kübeln und Pflanzensäcken in der Stadt verteilt standen – am Samstag wurden sie dann bei einer gemeinsamen Pflanzparty eingesetzt.

Die Aktion Talbuddeln ist Teil der bundesweiten Aktion Einheitsbuddeln, einer Initiative aus der Nähe von Kiel, die seit 2019 am 3. Oktober Bäume pflanzt. „In Wuppertal wurde die Aktion durch die Mittel aus dem Bürgertopf 2017 für die Idee ‚Obstbäume in der Stadt‘ möglich gemacht und die Fläche am Clausen wurde mit der Stadt als mögliche Obstwiese ausgewählt“, so Michael Felstau, von der Interessengemeinschaft Wuppertals urbane Gärten, die das Projekt gemeinsam mit der Initiative Talbuddeln betreut.

Eine Streuobstwiese
für alle Wuppertaler

Eine Streuobstwiese, die allen Wuppertalern geschenkt wird: „Insgesamt sind es 21 alte Obstsorten, jeden Baum gibt es nur einmal“, berichtet Felstau. Alte Apfelsorten, Birnen, Pflaumen und Mirabellen – Obstbäume deren Früchte allen Bürgern der Stadt frei zur Verfügung stehen. „In ein bis zwei Jahren hoffen wir dann, dass die ersten Ergebnisse zu sehen sein werden“, so Christian Arlt vom Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt. Er freue sich, das die Aktion so gut angenommen wird.

Nachdem alle Baumparten mit ihren Bäumen auf der Wiese eingetroffen waren, erklärte Daniel Breuer von der Gartenbaufirma Leonhards, worauf beim Einpflanzen und Zurückschneiden der Bäume geachtet werden muss. Da die Bäume groß und kräftig werden sollen, müsse radikal zurückgeschnitten werden, berichtet Breuer: „Heute wird keine Rücksicht auf Obstknospen genommen, denn desto schneller ein Baum Obst bringt, desto weniger lebt er.“

Die Firma Leonhards hat selber auch eine Patenschaft für einen Birnenbaum übernommen und wird die nächsten sieben bis zehn Jahre „ein Auge auf die Bäume auf der Streuobstwiese werfen“. Die Patenschaft für einen Apfelbaum der Sorte Altländer Pfannkuchenapfel wurde von Greenpeace Wuppertal übernommen: „Wir haben uns um den Baum gekümmert und dafür ein Gießteam gebildet“, berichtet Chantal Roskamp von Greenpeace. „Gemeinsam mit der Initiative wollen wir einen kleinen Beitrag zum Klima leisten.“

Mit beschrifteten Holzpfählen wurde der Platz für jeden Baum auf der Wiese markiert. Eva Miriam Fuchs von der Initiative Talbuddeln berichtet, das bei der Pflanzparty aber noch nicht alle 21 Bäume gepflanzt werden: „Leider haben es heute aus organisatorischen Gründen nicht alle Baumpaten geschafft, zu kommen. Doch es gibt einen genauen Pflanzplan und so finden auch die Bäume, die später kommen noch ihren Ort.“

Künftig sollen dann jedes Jahr am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, Bäume gepflanzt werden, „denn dieser Tag verdient eine schöne Aktion“, betont Michael Felstau.

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