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Infektionslage in Wuppertal ist diffus - Impfungen in Schulen starten

Corona in Wuppertal : Infektionslage in Wuppertal ist diffus - Impfungen in Schulen starten

Das Infektionsgeschehen in Wuppertal ist weiterhin diffus. In den Schulen starten die Impfungen, Kinder unter 12 Jahren können dort aber noch nicht geimpft werden.

Das Infektionsgeschehen führt nicht zu alarmierenden Patientenzahlen in den Krankenhäusern, teilte die Stadt mit. Hier werden in allen Häusern zusammen 22 Covid-Patienten behandelt, 5 davon auf den Intensivstationen.

Die Delta-Variante macht in Wuppertal achtzig Prozent der Infektionen aus. Sie führt aufgrund ihrer viel höheren Ansteckungsgefahr dazu, dass zunehmend ganze Familien erkranken. Wo es beim ursprünglichen Virus gereicht hätte, ein infiziertes Familienmitglied zu isolieren, ist das bei den Mutationen nicht mehr möglich. Solche Ansteckungen innerhalb eines Haushaltes machen ein Viertel der neuen Fälle aus; fünfzehn Prozent sind Reiserückkehrer, die durch das Gesundheitsamt sorgfältig überprüft werden.

Die allergrößte Gruppe der Erkrankten kann sich nicht erklären, wo sie sich infiziert haben könnten. So bleibt das Infektionsgeschehen insgesamt diffus und viele Infektionsketten unerkannt. Aus diesem Grund hat sich der Krisenstab trotz der massiv steigenden Zahlen gegen eigene kommunale Maßnahmen entschieden.

Mobile Impf-Aktionen an Schulen starten

Intensiviert werden soll indessen die Impf-Kampagne der Stadt, die neben dem Angebot im Impfzentrum am Freudenberg auf viele niedrigschwellige, mobile Aktionen setzt. Die dezentralen Impfangebote werden in der kommenden Woche auf die Schulen ausgeweitet, beginnend mit den Berufskollegs. Ein neuer Landeserlass ermöglicht außerdem die Impfung von Schülern ab sechzehn Jahren in den Oberstufen von Gesamtschulen und Gymnasien. Dazu hat der Stadtbetrieb Schulen bereits vor den Ferien eine Abfrage an die Schulleitungen gestartet.

Aktuell ist die Impfung von Jugendlichen unter sechzehn Jahren in den Schulen noch nicht möglich. Da hier mindestens ein Elternteil anwesend sein muss, sollen sie sich weiterhin an die Kinderärzte oder das Impfzentrum wenden. Der Krisenstab erwartet allerdings auch für diese Altersgruppe eine Freigabe des Landes für Impf-Angebote in Schulen und bereitet daher diese Option ebenfalls vor.

Die ersten Sprechzeiten für Mädchen und Jungen ab zwölf Jahren im Impfzentrum wurden gut angenommen. Es starten außerdem die Dritt-Impfungen in den Altenheimen.

Das Impfzentrum auf dem Campus Freudenberg wird zum Ende September abgebaut. Die mobilen Impf-Aktionen werden fortgesetzt, um möglichst viele Menschen an den unterschiedlichsten Orten zu erreichen. Gesundheitsdezernent Stefan Kühn mahnt alle bisher noch nicht geimpften Wuppertaler, das Angebot anzunehmen