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In Wuppertal-Beyenburg wird es am Wochenende weihnachtlich

Adventsaktion : In Beyenburg wird es weihnachtlich

Unter anderem die Fenster des Klosters werden in bunten Farben illuminiert. Das ganze Dorf wird in den kommenden Tagen mit Lichtgirlanden geschmückt.

Coronabedingten Depressionen will man in Beyenburg mit vielen Lichtern entgegentreten und gleichzeitig zu adventlichen Familienspaziergängen anregen. Und dazu ist Wuppertals östlichster Stadtteil bestens geeignet. Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde waren im Ökumene-Ausschuss zu dem Schluss gekommen, auch in Corona-Zeiten das Dorfleben der frohen Weihnachtsbotschaft entsprechend zu gestalten und haben dazu ein Logo entwickelt, bei dem die beiden Gemeinden durch einen Regenbogen und einen Stern in der Mitte verbunden sind. „Weihnachten entgegen“ heißt das Motto, unter dem die Familien im Dorf ihre Fenster festlich und hell gestalten wollen, Häuser und Straßen mit Lichtgirlanden schmücken werden.

„Auch wenn Weihnachtsbasare nicht mehr abgehalten werden dürfen, Konzerte nicht stattfinden können, möchten wir uns auf das Weihnachtsfest freuen“, sagt Bruder Dirk vom Kloster Beyenburg und verweist darauf, dass zum Beispiel der Innenhof des Klosters an den Adventswochenenden farbig illuminiert sein wird. Ebenso wie die Jahrhunderte alte Klosterkirche und das Kloster selbst glühend rot angestrahlt werden sollen. So beispielsweise am Nikolaus-Abend, am 5. Dezember, wobei man die sommerliche Aktion wiederholt, als man auf gleiche Weise den durch die Pandemie zur Arbeitslosigkeit verurteilten Bühnenbauern, Beleuchtern und Schaustellern gedacht hat. Dann wird auch die Kapelle „Maria im Schnee” blau beleuchtet.

„Die Aktion Weihnachtsdorf hat bei den Beyenburger Bürgerinnen und Bürgern begeisterten Anklang gefunden“, sagt Bruder Dirk. Er freut sich darüber, dass in Eigeninitiative zum Beispiel die „Beyenburger Freiheit“ und die Straßen In der Furt und Am Gerstenkamp und im alten Dorf mit Straßenbeleuchtung erstrahlen sollen. „Schon jetzt plant man, das auch in den kommenden Jahren zu machen.“

Adventskalender
findet reißenden Absatz

Derzeit wird dekoriert, in der Friedhofskapelle hütet bereits eine Hirtengestalt ihre Schafe, im Klostergarten auf der Wiese steht eine Krippe aus Edelrostfiguren. Die große Weihnachtskrippe folgt.

Der Förderverein des Klosters hatte bereits vor Monaten einen Adventskalender drucken lassen mit 24 besonders prachtvollen Beyenburger Türen und entsprechenden kurzen geschichtlichen Erläuterungen. „Die 250 Exemplare wurden für sieben Euro angeboten und waren im Nu ausverkauft“, sagt Bruder Dirk. Die Frage, ob es denn in Beyenburg überhaupt 24 Haustüren gebe, die sich für einen solchen Kalender eignen, beantwortet der Kreuzherr lässig: „Wir haben hier im Dorf so viele schöne Türen, dass es noch in den nächsten Jahren für attraktive Kalender reicht.“

Sind die Beyenburger Lichter eher traditioneller Art, so wagen sich Martin Schlageter, Leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Wupperbogen Ost, und einige seiner Schäflein auch ins Internet zum Podcast-Adventskalender, wo die Akteure der Weihnachtskrippe abwechselnd die Weihnachtsgeschichte aus ihrer Sicht vortragen. „Ich habe da die Rolle des Esels“, sagt Bruder Dirk mit einem Lächeln. fwb