In der BV Vohwinkel geht es um öffentliche Toiletten

Bezirksvertretung : In der BV geht es um öffentliche Toiletten

Das Stadtteilgremium hat außerdem Bäume auf die Tagesordnung gesetzt.

. Zur ersten Sitzung des Jahres lädt die Bezirksvertretung Vohwinkel für kommenden Mittwoch, 6. Februar, ein. Ab 18.30 Uhr können Bürger im Rathaus an der Rubensstraße 4 (Erstes Obergeschoss) einen Einblick in die Stadtteilpolitik bekommen. Insgesamt werden 16 Tagesordnungspunkte beraten.

Unter anderem geht es um mehr Grün im Zentrum von Vohwinkel. Dabei soll die Verwaltung im Zuge der Neugestaltungen von öffentlichen Flächen frühzeitig den Erhalt vorhandener Bäume bei Planung und Ausschreibung prüfen. Sollten Fällungen unumgänglich sein, müsse ein Ratsbeschluss eingeholt werden. Hierzu hat die Grünen-Fraktion einen Antrag vorgelegt. Ein für viele Vohwinkeler positiver Punkt ist die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan östlich der Ladebühner Straße. Hier sollte ursprünglich ein neues Asphaltmischwerk entstehen. Der Investor hat die Pläne aber aufgrund einer geänderten Marktlage auf Eis gelegt.

Auf Interesse dürfte zudem das neue Betreibermodell für öffentliche Toiletten stoßen. Zur Vorbereitung einer entsprechenden Ausschreibung hat die Verwaltung eine Vorlage eingebracht, die auch den Lienhardplatz betrifft. Dort wünschen sich Bürger und Politiker schon länger eine Sanierung sowie eine Versetzung der alten Toilettenanlage. Auf der Tagesordnung steht noch ein Antrag der SPD-Fraktion, der sich gegen die geplanten Poller am Wibbelrather Weg richtet. Die Politiker sind der Meinung, dass die „Gründe des öffentlichen Wohls“ bei der Sperrung nicht genügend Berücksichtigung gefunden hätten.

Über das Thema Migration und ihre Herausforderungen für die Quartiere liegt ein weiterer Antrag der Verwaltung vor. Darin werden verschiedene Strategien zur besseren Integration aufgegriffen. Dazu gehören unter anderem Bildungsangebote und eine Unterstützung der Flüchtlingsinitiativen. Im Vohwinkeler Quartier Höhe haben fast 60 Prozent der Bewohner einen Migrationshintergrund, bei den Kindern sind es sogar fast 80 Prozent. Wenig Sprachkompetenz im Deutschen, geringe Mobilität und ein hoher Anteil an Beziehern von Transferleistungen sorgen dabei für Probleme. „Es ist wichtig, dass wir uns mit diesem Thema intensiv beschäftigen“, sagt Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD). Er befürwortet ausdrücklich die angekündigten Maßnahmen und verweist zudem auf die seit vielen Jahren laufenden Aktivitäten des Arbeitskreises Höhe/Dasnöckel.

Im Stadtteilgremium wird zudem über die freien Mittel der Bezirksvertretung entschieden. Dazu liegen Anträge von Vohwinkeler Schulen und einer Kita vor. Die Sitzung ist öffentlich, Gäste sind willkommen. Unter dem Punkt Bürgeranhörung können Besucher eigene Themen einbringen oder sich zu Tagesordnungspunkten äußern.