Investition: In 30 von 101 Schulen wird gebaut

Investition : In 30 von 101 Schulen wird gebaut

Rund zehn Millionen Euro werden in den Sommerferien in den Erhalt der Gebäude investiert.

Endlich Sommerferien! Während die Schüler die Füße hochlegen können, beginnen in vielen Schulen in Wuppertal Umbauten und Sanierungen. „Innerhalb von fünf Wochen werden zehn Millionen Euro verbaut“, sagt Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal. Das sind 15 Prozent des Gesamtetats von 60 Millionen in diesem Jahr. In 30 von 101 Wuppertaler Schulen gibt es größere Bauarbeiten, wie Erneuerungen von Böden, Decken, Wänden, der Beleuchtung und von Sanitäranlagen. Die Sommerferien für größere Arbeiten zu nutzen, sei sinnvoll, weil die Bauarbeiten den Schulbetrieb in dieser Zeit nicht stören, so Kühn.

Die Sanierung der Grundschule Nathrather Straße in Vohwinkel ist so gut wie abgeschlossen. Nach zweijähriger Bauzeit soll die Schule während der Sommerferien aus dem provisorischen Standort am Elfenhang zurückziehen. „Das Außengelände wird mit Grünflächen und Spielgeräten gestaltet“, sagt Thomas Lehn vom städtischen Gebäudemanagement (GMW). Auch in der GS Kruppstraße wird das Außengelände gestaltet. Dazu wurde der Bach, der zuvor unterirdisch verlief, freigelegt. „Jetzt fließt er als natürliches Gewässer mit Spielmöglichkeiten über das Gelände“, sagt Lehn. Die Kosten für die Maßnahme beziffert er mit 1,6 Millionen Euro.

Die Grundschule Peterstraße aus den 1970er Jahren wird komplett saniert und deutlich erweitert — von derzeit knapp 2000 Quadratmeter auf mehr als 3200 Quadratmeter. Damit erhalten die 300 Schüler und die Ganztagsbetreuung wesentlich mehr Platz. Die Anzahl der Betreuungsplätze könnte von derzeit 75 auf 150 verdoppelt werden. Die Bauarbeiten kosten insgesamt rund 10,9 Millionen Euro.

Im Gymnasium am Kothen wird in den Sommerferien ein weiterer Bauabschnitt begonnen. Die im 1. Bauabschnitt sanierten Räume können wieder bezogen werden, ein anderer Trakt musste geräumt werden. In der Erich-Fried-Gesamtschule wird der Brandschutz komplett saniert. „Das ist im laufenden Betrieb nicht möglich“, sagt Thomas Lehn. Auch das Dach der Turnhalle wird saniert.

Das Gebäude der ehemaligen Hauptschule Langerfeld wird in den Sommerferien weiter abgerissen. Es weist erheblichere Schäden auf, als zuvor gedacht. Deshalb hat sich die Stadt dazu entschieden, ein neues Schulgebäude zu errichten. Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2021 soll die Hauptschule Wichlinghausen noch in ihren alten Räumen an der Matthäusstraße bleiben. Dann werden die Hauptschüler in den Neubau ziehen, für den 7,8 Millionen Euro investiert werden.

Für die Förderschule am Nordpark wird ein Gebäude in der ehemaligen Hauptschule Am Röttgen umgebaut. „Die anderen Gebäude stehen zunächst als Ersatz für andere Schulen bereit“, sagt Lehn. Sie könnten zum neuen Standort der Förderschule werden. Das sei aber „Zukunftsmusik“.

Nach den Ferien erklingt die Orgel an St. Laurentius wieder

Die Hauptschule St. Laurentius an der Bundesallee kann sich nach den Ferien wieder über Orgelklänge freuen. Die historische Orgel wurde restauriert und wird in den Sommerferien wieder eingebaut. In den Mensen der Gesamtschulen Langerfeld und Ronsdorf werden neue Bandspülmaschinen installiert. Die Kosten dafür liegen nach Angaben Lehns zwischen 80 000 und 90 000 Euro.

„Die Maßnahmen sind geplant“, sagt Thomas Lehn. Der Vorlauf für größere Projekte betrage mehrere Jahre und müssen ab einer Größe von mehr als einer Million Euro europaweit ausgeschrieben werden. Dabei komme es zu Verzögerungen, weil die Maßnahmen aufeinander aufbauen. „Die Grundschule Nathrather Straße hätte früher fertig sein sollen“, sagt Lehn. Da keine Firma bei der Ausschreibung gefunden wurde, musste die Ausschreibung wiederholt werden. Auch beim Neubau des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums merke man, dass die Baubranche boomt. „Die Firmen arbeiten nicht mit der benötigten Personalstärke“, sagt Lehn. Während der Schulbetrieb seit Monaten läuft, sind die Arbeiten an der Außenfassade noch nicht abgeschlossen.

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