Gutachterausschuss vermeldet historischen Einbruch Wuppertaler Immobilienmarkt auf Talfahrt

Wuppertal · Die Zahl der Immobilientransaktionen hat in Wuppertal einen historischen Tiefstand erreicht. Das meldete jetzt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte.

Symbolbild

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Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Die Zahl der Immobilientransaktionen hat in Wuppertal einen historischen Tiefstand erreicht. Das meldete jetzt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte. Dabei fiel auch der Geldumsatz trotz zuletzt stark gestiegener Preise (Höchststand 2022) auf den Stand von 2016/2017 zurück.

Insgesamt ist im 1. Halbjahr eine abwartende Haltung in allen Käuferschichten zu beobachten, so der Ausschuss. Die Ursache liege zum einen an den hohen Finanzierungskosten, der hohen Inflation, aber auch den im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin hohen Neubaukosten. Zudem fiel der Kreis der Marktteilnehmer weg, der aufgrund geringen Eigenkapitals keine Finanzierungszusage erhalten hat.

Zu beobachten sei auch, dass die Preisvorstellungen vieler Verkäufer noch nicht auf dem vorherrschenden Preisniveau angekommen waren. Viele Käufer waren nicht bereit, diese überhöhten Preisvorstellungen zu akzeptieren.

Für Immobilienexperten stehe fest: Der Wunsch nach Eigentum ist ungebrochen vorhanden. Auch das Vermögen ist bei einem großen Teil der Suchenden trotz veränderter Rahmenbedingungen in ausreichendem Maß vorhanden. Die Suche nach der passenden Immobilie blieb jedoch auch nach vielen Jahren mitunter erfolglos. Auf dem Wuppertaler Immobilienmarkt spielte trotz der aktuellen Klima-Diskussion die Lage bei der Kaufpreisfindung für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen immer noch eine entscheidendere Rolle als der energetische Zustand der Immobile. Anders bei Mehrfamilienhäusern.

(wz)
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