Im Wuppertaler Zoo gibt es Okapi-Nachwuchs

Dr. Grunds Zoogeschichten: Lomelas Nachwuchs macht seine ersten Schritte

Wuppertals Zoo-Tierärztin Lisa Grund berichtet von der Geburt eines Okapis.

Okapis gehören zu den Giraffenartigen und sind in ihrer Heimat in Zentralafrika stark bedroht. Auch in Zoos sind sie eine Besonderheit und ihre Haltung ist anspruchsvoll.

Umso spannender war das Warten auf den Nachwuchs, nach dem im letzten Jahr die Hormonanalysen in Kotproben von „Lomela“, unserem weiblichen Okapi, eine Trächtigkeit bestätigt hatten. Okapis tragen 15 Monate lang und schon seit Weihnachten hätte das Jungtier jeden Tag geboren werden können.

Okapi-Jungtiere sind in mancherlei Hinsicht speziell und die erfahrenen TierpflegerInnen unseres Huftierteams bereiteten die Ställe entsprechend vor.

Auf dem Boden wurde eine feste Matte aus Heu und Stroh aufgeschichtet, die einem noch unsicheren Jungtier bei den ersten Schritten eine rutschfeste und griffige Unterlage bietet und gleichzeitig als weiches Polster zum Ablegen dient. In einer Ecke des Stalls wurde mit Bambus-Ästen ein Sichtschutz aufgehängt und eine Art Nest eingerichtet, in das sich das Jungtier zurückziehen kann.

Kameras ermöglichen den Tierpflegerinnen und -pflegern auch von unterwegs einen Blick in den Stall um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist.

Am Donnerstag war es dann soweit. Innerhalb weniger Stunden brachte „Lomela“, bereits eine erfahrene Mutter, ihr Jungtier zur Welt. Die Pflegerinnen und Pfleger verfolgten alles am Bildschirm und protokollierten das Geschehen.

Das Okapi-Haus bleibt
erst einmal geschlossen

Schon nach kurzer Zeit lernte das Jungtier aufzustehen und am Euter zu trinken – ein gutes Zeichen. Auch „Lomela“ ist wohlauf und umsorgt ihr Jungtier gewissenhaft. Die Freude ist groß, aber die ersten Tage bleiben immer spannend. Die beiden Tiere brauchen erst einmal etwas Ruhe und das Okapi-Haus bleibt deshalb noch für Besucher geschlossen.

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