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Wuppertaler Polizeitagebuch: Im Treppenhaus bespuckt und geschlagen

Wuppertaler Polizeitagebuch : Im Treppenhaus bespuckt und geschlagen

Polizist Max Bieringer berichtet von seinen Einsätzen in Wuppertal.

Die vergangenen zwei Wochen hielten unter anderem aufgrund des Karneval-Wochenendes und des Wintereinbruchs einige abwechslungsreiche Einsätze für uns bereit.

Der kurzzeitige Schneefall verlangte vielen Fahrzeugführern einiges ab. Eine überdurchschnittliche Anzahl von Verkehrsunfällen mit Sachschaden und Gefahrenstellen, wie auf die Straße gefallene Bäume und festgefahrene Autos, prägten die Morgenstunden.

Eine demente ältere Frau irrte gegen Ende des Nachtdienstes durch die Straßen der Barmer Innenstadt. Zu den winterlichen Temperaturen und dem Schneeregen passte die Bekleidung der Frau nicht – sie trug lediglich ein dünnes Nachthemd und Pantoffeln. Es bestand eine Gefahr für ihre Gesundheit. Aufmerksame Mitbürger, die im Auto auf dem Heimweg waren, wunderten sich ebenfalls über die Frau, die zu solch später Stunde und so dünn gekleidet unterwegs war. Dankbar nahm die Frau den Wintermantel des Fahrers entgegen. Anschließend verständigten die jungen Leute die Polizei und warteten gemeinsam mit der Frau im warmen Auto auf uns.

Die Frau hatte offenbar keinen Wohnungsschlüssel mit sich und konnte auch nicht erklären, wieso sie zu dieser Zeit draußen unterwegs war. Wir konnten die dankbare und durchgefrorene Frau jedoch schlussendlich in ihrer Wohnung in die Obhut ihres Sohnes und der Besatzung eines Rettungswagens übergeben.

In einem weiteren Einsatz wurde eine ältere Frau von ihrem Nachbarn bespuckt, ins Gesicht geschlagen und zur Seite geschubst, während sie das Treppenhaus putzte. Scheinbar hatte sie aus der Sicht des Mannes den Putzeimer nicht schnell genug aus dem Weg geräumt. Die Frau war völlig aufgelöst und klagte über starke Schmerzen in den Beinen. Sie wurde von einer Rettungswagenbesatzung behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Da die Frau und mehrere Zeugen den Beschuldigten eindeutig identifizierten, erwartet ihn nun eine Strafanzeige.