Im Briller Viertel entstehen 14 neue Wohnungen

Im Briller Viertel entstehen 14 neue Wohnungen

An der Mozartstraße wächst das Villenviertel. Im Spätsommer 2019 soll der Bau stehen.

Briller Viertel. Fußbodenheizung, Video-Gegensprechanlage, offene Wohnküche, große Balkone und Blick ins Grüne — die 14 neuen Wohnungen, die derzeit im Briller Viertel unter dem Namen „Casa Amadeus“ entstehen, richten sich ganz klar an die Zielgruppe „anspruchsvoll“. An der Mozartstraße 33, dort wo früher der evangelische Kindergarten zu finden war, ist seit Anfang des Jahres erste Bautätigkeit zu sehen. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von 16 bis 18 Monaten und wollen daher im Spätsommer 2019 fertig sein“, sagt Projektentwickler Jochen Müller vom zuständigen Makler-Büro Bergisches Immobilien Kontor (BIK).

Das Areal zwischen Beethoven- und Mozartstraße wurde von einem Privatinvestor gekauft und in zwei Teile unterteilt. Auf dem Teil zur Beethovenstraße stand einst die Michaelskirche, nun toben hier rund 60 Kinder in der neuen Kita der evangelischen Kirche. Dafür wurde das alte Gebäude des Kindergartens an der Mozartstraße frei, wo nun Bauherr Vastbau und die Makler von BIK Käufer mit größerem Geldbeutel ins Briller Viertel locken möchten.

Obwohl noch nichts zu sehen ist, verzeichnet das BIK schon erste Erfolge. „Drei der Eigentumswohnungen sind bereits verkauft, drei weitere reserviert“, sagt Jochen Müller. Er macht sich keine Sorgen, dass die Adresse in feinster Wuppertaler Lage auch seine Interessenten finden wird. „Die meisten Wohnungskäufer warten bis der Rohbau steht, damit sie ein Gefühl für die Räume kriegen“, sagt Müller.

Der Neubau bedeutet eine weitere Verdichtung im Briller Viertel, das bislang mit seinen rund 250 denkmalgeschützen Villen auf 1,2 Quadratkilometern seinen ganz eigenen Charakter von seinen Anfängen 1860 bis heute beibehalten konnte. „Das müsste dann jetzt auch reichen fürs Briller Viertel“, sagt Ingelore Ockel (CDU), Bezirksbürgermeisterin Elberfeld-West. Das Wachsen des Viertels bringe auch seine Herausforderungen mit sich. „Parkplätze sind ja immer ein ganz großes Thema“, sagt Ockel.

Damit die Autos der neuen Anwohner die Situation nicht weiter verschärfen, ist die Casa Amadeus — so wie es inzwischen vorgeschrieben ist — mit ausreichend Stellplätzen ausgestattet. Die Autos sollen in einer Tiefgarage mit 20 Plätzen verschwinden. Das Fahrzeugaufkommen wird der Neubau erfahrungsgemäß trotzdem erhöhen. Nämlich dann, wenn Besucher vor dem Haus parken oder Zweitwagen am Straßenrand stehen.

Preislich bewegt sich die Casa Amadeus eher im Spitzenbereich von dem, was Wuppertals Markt zu bieten hat. Mit 3400 bis 3500 Euro pro Quadratmeter liegen die 14 Wohnungen mit individuellem Schnitt auf Düsseldorfer Niveau. Die Wohnflächen variieren zwischen der Dreiraum-Wohnung mit 91 Quadratmetern bis zu den beiden Penthouse-Wohnungen mit mehr als 156 Quadratmetern. Ein Aufzug macht alle Wohnungen barrierefrei, zudem gehört zur Ausstattung ein zeitgemäßer Wärme- und Schallschutz sowie eine Wärmepumpe mit Gasbrennwertunterstützung. Zu den Investitionskosten für das Projekt machte BIK auf WZ-Anfrage keine Angaben.

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