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Im Bergischen wird bald digital gefunkt

Im Bergischen wird bald digital gefunkt

Am Mittwoch übte die Polizei im großen Stil. Bislang ist die Resonanz positiv.

Fußballderbys im Stadion am Zoo oder Demos in den Innenstädten: Großveranstaltungen mit großem Polizeiaufgebot hat Wuppertal zu genüge. Am gestrigen Mittwoch übte die Polizei den Ernstfall. Hintergrund ist die Umstellung vom analogen auf den Digitalfunk.

Letzterer gilt als abhörsicher und kommunikationsverbessernd. Störende Fremd- und Nebengeräusche filtert die neue Technik heraus. 1100 operative Kräfte der Kreispolizeibehörde Wuppertal sind bislang in die neue Technik eingewiesen worden. „Bislang war die Resonanz der Kollegen durchweg positiv. Über die neue Technik hat sich bislang niemand beschwert“, sagt Frank Moritz, der am Mittwoch die Großübung auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei an der Müngstener Straße leitete.

Dabei ging es ab 8 Uhr für mehr als 80 Polizeibeamte nicht um das richtige taktische Verhalten bei einer Großlage, sondern in erster Linie um die technische Belastbarkeit des Digitalfunks. Salopp formuliert: Wie sicher ist das System, wenn sich besonders viele Beamte einklinken? Vergleichbar ist das etwa mit der Überlastungsgrenze eines Mobilfunknetzes.

Auch dabei hatte Übungsleiter Moritz am Mittag nur positive Rückmeldungen. Schon seit Februar ist die Wuppertaler Polizei im erweiterten Digitalfunk-Probebetrieb unterwegs. Die topographischen Besonderheiten der Wuppertaler Berg- und Tallagen stellen laut Polizei für die neue Technik kein Problem dar. Die Streifenwagen sind übrigens mit digitaler und analoger Technik ausgerüstet — voraussichtlich noch bis zum Jahr 2017.

Die Wuppertaler Feuerwehr nahm nicht an der Übung teil. Kein Problem für Retterchef Siegfried Brütsch: „Wir sind mit der Polizei gleichauf.“ Das digitale Zeitalter bereitet ihm keine Sorgen. Brütsch am Mittwoch zur WZ: „Alles, was wir als Feuerwehr bislang getestet haben, hat funktioniert.“